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ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

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  Neu!    ZMB Schnellberichterstattung KW 02.2012


26.01.2012 – Der saisonale Anstieg der Milchanlieferung ist Mitte Januar 2012 etwas stärker ausgeprägt als im Vorjahr. In der 2. Woche wurden laut Schnellberichterstattung der ZMB 1,3 % mehr Milch angeliefert als in Vorwoche. Damit hat sich der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie auf 3,2 % erhöht.

Die Preise für Magermilchkonzentrat haben sich von der Abschwächung um den Jahreswechsel erholt und wieder angezogen. Auch Industrierahm erzielt inzwischen wieder etwas festere Preise. (ZMB)

 

 Aktuelle Quotenausnutzung
NEU!

Deutschland: Quotenüberlieferung zeichnet sich ab!

31.01.2012 - Nachdem die deutschen Milcherzeuger seit November 2011 ihre Milchanlieferungen wieder stärker steigern, zeichnet es sich immer deutlicher ab, dass das Quotenjahr 2011/12 mit einer Überlieferung zu Ende gehen wird. Damit werden aller Voraussicht nach erstmals seit 2007/08 wieder Strafzahlungen nach Brüssel für die Nichteinhaltung der Quoten fällig.

Im Zeitraum April bis Dezember 2011 wurde die anteilige Quote nach der jüngsten Hochrechnung von ZMB und AMI um 0,7 % überliefert. Unter Berücksichtigung der Fettkorrektur wurden in den ersten neun Monaten des Quotenjahres 2,2 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Obwohl es seit mehreren Monaten offensichtlich ist, dass eine Überlieferung droht, sind keine Anpassungsbemühungen der Erzeuger an das Quotenprofil festzustellen. Von August bis Oktober 2011 hatten sich die Anlieferungen zunächst an die Vorjahreslinie angenähert, was unter anderem auch auf regional unterdurchschnittliche Grundfutterernten zurückgeführt worden war. Dieser Effekt hat sich als bislang nicht nachhaltig erwiesen. Seit November ist das Milchaufkommen wieder zunehmend expansiv. Im Dezember wurden schätzungsweise 3,5 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. Auch im Januar 2012 stieg die Milchmenge nach bislang vorliegenden Informationen kräftig. Damit ist die Überlieferung voraussichtlich auch für die ersten zehn Monate des laufenden Quotenjahres konstant geblieben.

Inzwischen ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Quote doch noch eingehalten wird. Um dies zu erreichen, müsste die Anlieferung im Februar und März 2012 deutlich unter das Vorjahresniveau gedrückt werden. Bei einem Milchpreisniveau von deutlich über 30 Cent/kg und einer vollen Superabgabe von 27,83 Cent/kg, die sich durch die Saldierungsschritte für den einzelnen Überlieferer aber reduzieren wird, werden Drosselungsmmanöver voraussichtlich eher nur in begrenztem Rahmen ergriffen werden. Über die Höhe des Saldierungssatzes ist keine Prognose möglich, da er vom Verhältnis von Überlieferungen zu Unterlieferungen abhängt.

Durch die verschiedenen Quotenerhöhungen im Rahmen von CAP-Reform und Health-Check ist die Garantiemenge in Deutschland zwischen 2005/06 und 2011/12 um 1,86 Mio. t gestiegen. Die technischen Änderungen bei der Fettkorrektur wirkten wie eine weitere Aufstockung um knapp 0,5 Mio. t. Diese politischen Maßnahmen haben in den vergangenen Jahren kräftige Steigerungen der Milchmengen ermöglicht. Drei Jahre in Folge verlief das Wachstum langsamer als die Quoten stiegen. Inzwischen sind die Spielräume voll ausgeschöpft. Bis zum Auslaufen der Quote 2014/15 stehen noch zwei Quotenerhöhungen um je 1 % an. Damit können die Milchanlieferungen in den kommenden drei Jahren –zumindest ohne Strafzahlungen – nicht so rasch ausgedehnt werden wie in den Vorjahren.

Auch in den Nachbarländern wird die Quote wieder zum Hemmschuh. In Dänemark und den Niederlanden wurden in den letzten Jahren ohnehin Überlieferungen registriert. Im Herbst 2011 sank die Milchanlieferung in beiden Ländern unter das Vorjahresniveau. So schien es, dass dort die Quoten im laufenden Jahr eingehalten werden. Inzwischen wird dort wieder mehr Milch angeliefert als im Vorjahr, so dass der Ausgang des Quotenjahres wieder offen ist. Österreich steuert aktuell auf eine kräftige Überlieferung zu. Frankreich wird seine Lieferrechte 2011/12 voraussichtlich erstmals seit vielen Jahren nahezu ausschöpfen. Größere Reserven bei der Quotenausnutzung haben die osteuropäischen Mitgliedstaaten, wo die Produktion inzwischen ebenfalls wieder expansiv ist. (ZMB/WO)

Nachrichten
NEU!

GfK: Nachfrage nach Käse und Joghurt gestiegen

26.01.2012 – Die deutschen Haushalte haben 2011 erneut mehr Käse und Joghurt eingekauft. In beiden Produktsegmenten wurden sogar die höchsten Mengen in den vergangenen fünf Jahren eingekauft. Dies geht aus dem GfK-Consumertracking hervor. Damit haben sich die Absätze von den Einbußen in den Jahren 2008 und 2009 erholt und sind zu ihrem langfristig steigenden Trend zurückgekehrt.

Dabei war der Zuwachs bei Käse mit 1,2 % größer als der in 2010 von 0,6 %. Bei Joghurt wurde mit einem Plus von 0,6 % das stattliche Wachstum des Vorjahres nicht wieder erreicht. Die Einkäufe von Konsummilch, Butter und Quark gingen etwas zurück. Trotz der im Jahresdurchschnitt deutlich höheren Butterpreise blieb der Butterabsatz mit einem Minus von 1 % aber weitgehend stabil. Im Dezember 2011 kauften die Haushalte erstmals seit August wieder mehr Butter ein. (ZMB)


Deutschland: Mehr Milchkühe gezählt

19.01.2012 – Zum Stichtag 3. November 2011 wurden in Deutschland nach Angaben von destatis 4,19 Mio. Milchkühe gezählt, das waren 0,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Seit November 2009 wurden die Bestände sogar um 0,5 % aufgestockt. Gegenüber der Zählung im Mai 2011 blieben die Milchkuhbestände nahezu stabil. Diese Ergebnisse lassen in Verbindung mit der kontinuierlich steigenden Milchleistung eine weitere Zunahme der Milchanlieferungen erwarten.

Die Anzahl der Milchkühe entwickelt sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Während aus südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg rückläufige Milchkuhbestände gemeldet werden, ist im Norden ein Anstieg der Kuhzahlen zu beobachten. Mit einem Plus von jeweils 2,0 % wurden die stärksten Steigerungen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern registriert. In den neuen Bundesländern wurden erstmals seit längerem wieder mehr Kühe gezählt. Der Anstieg war mit einem Plus von 0,5 % sogar stärker ausgeprägt als in den alten Bundesländern. Am stärksten reduziert wurde die Milchviehhaltung in Bayern und Hessen.

Die Milchviehhaltung setzt sich zunehmend von der Entwicklung der Rinderhaltung ab. Die Zahl der Rinder insgesamt war im November 2011 um 1,4 % niedriger als vor Jahresfrist. An männlichen Rindern im Alter von über einem Jahr wurden sogar 5,1 % weniger gezählt. (ZMB)


2011: Erfreuliches Jahr für die EU-Milchwirtschaft

12.01.2012 - Die europäische Milchwirtschaft kann auf ein erfreuliches Jahr 2011 zurückblicken. Im zweiten Jahr in Folge ließen sich steigende Milchmengen zu höheren Preisen absetzen. Die Erfolgsbilanz für den Milchmarkt:

  • Die Gesamtheit der Quoten in der EU wird wieder stärker genutzt. Im Quotenjahr 2010/11 ist die Unterlieferung auf EU-Ebene auf 5,5 % gesunken.

  • Die Interventionsbestände in der EU sind weiter verringert worden. In der Intervention lagern Ende 2011 noch 798 t Butter und 53.573 t Magermilchpulver.

  • Mehr Milch wurde auf den Weltmarkt exportiert. Am internationalen Markt hat die EU schätzungsweise 15,7 Mio. t Vollmilchäquivalente abgesetzt, wobei die Ausfuhren von Milchprotein stark gestiegen und die von Milchfett hingegen geschrumpft sind. Der Käseexport hat auf Vorjahresniveau stagniert.

  • Die Importe der EU an Milchprodukten sind indessen zurückgegangen.

  • Der Verbrauch von Milchprodukten in der EU ist weiter gewachsen, insbesondere der von Käse.

  • Die Milchpreise stiegen um schätzungsweise ca. 12 % und haben damit im Durchschnitt der EU den Stand des Jahres 2008 etwa wieder erreicht. (ZMB)


ZMB Jahresrückblick 2011: Mehr Milch, höhere Preise

15.12.2011 – 2011 hat sich die Volatilität am Milchmarkt für die Milcherzeuger von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Die Milchauszahlungspreise der Molkereien sind kräftig gestiegen und haben voraussichtlich mit 35 Cent/kg ab Hof ohne Mehrwertsteuer den Spitzenwert des Jahres 2008 übertroffen. Erstmals hat die Milchgeldauszahlung an die Erzeuger die Marke von 10 Mrd. Euro übertroffen.

Lesen Sie unseren Jahresrückblick:


Deutschland: 47 % der Milch zu Käse verarbeitet

08.12.2011 - Die Verarbeitung von Milch zu Käse wird in Deutschland immer wichtiger. 2010 haben die deutschen Molkereien 47 % der verfügbaren Milchmenge zu Käse veredelt. Zehn Jahre zuvor waren es noch 41 % gewesen. Während der Anteil der Milch, die zu Produkten des weißen Sortiments verarbeitet wird, etwa konstant bei knapp einem Drittel geblieben ist, ist die Bedeutung von Butter, Milchpulver und sonstigen Dauermilcherzeugnissen im letzten Jahrzehnt rückläufig gewesen. Flossen im Jahr 2000 noch 24 % der Milch in diese Verarbeitungsschiene, waren es 2010 noch lediglich 15 %. (ZMB)


Preiskorrektur am Weltmarkt

24.11.2011 - Bei einem steigenden Milchaufkommen in den exportorientierten Regionen der Welt hat bei den Weltmarktpreisen in den vergangenen Monaten eine Preiskorrektur stattgefunden. Die Milchpulverpreise haben sich im November stabilisiert, während bei Butter ein deutlicher Rückgang zu beobachten war.

Die Entwicklung der Exporte in der EU spiegelt die Konkurrenzfähigkeit in den einzelnen Produktkategorien wieder. Bei Magermilchpulver liegen die Angebotspreise in den einzelnen Regionen recht eng beieinander und die EU ist konkurrenzfähig im Vergleich zu den Anbietern aus Ozeanien und den USA. Bei Butter und Vollmilchpulver haben sich nach einem allgemeinen Preishoch, das bis März 2011 angedauert hat, die Preise jedoch auseinander entwickelt. Die größte Preisspreizung hat sich bei Butter eingestellt. Hier sind bei Butter ozeanischer und US-amerikanischer Herkunft im Vergleich zu europäischer Ware inzwischen Preisunterschiede von mehr als 1.000 USD pro Tonne festzustellen. Dies hat zur Folge, dass die Anbieter aus der EU Marktanteile verlieren. Auch bei Vollmilchpulver besteht ein deutliches, wenn auch weniger extremes Preisgefälle. Bei diesem Produkt ist auch Südamerika ein wichtiger Anbieter. Bei guter Nachfrage aus Brasilien und Venezuela haben sich die Preise für südamerikanische Ware dem europäischen Preisniveau inzwischen wieder angenähert. (ZMB)


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