Dairy World

ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

    > Marktinformation
Detailliertere und ausführliche Informationen erhalten Sie als Abonnent unserer >> Publikationen

 

  Neu!  ZMB Schnellberichterstattung KW 30

 

10.08.2017 – In Deutschland hat sich der saisonale Rückgang der Milchanlieferung zuletzt fortgesetzt. In der 30. Woche erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB 1,1 % weniger Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zur Vorjahreswoche, die von einem deutlichen Rückgang gekennzeichnet war, ist auf 1,8 % geschrumpft. In Frankreich hat sich die Abnahme im Vergleich zum Vorjahresniveau gleichzeitig ebenfalls verringert, und zwar auf 2,3 %.
Die Märkte für flüssigen Rohstoff präsentieren sich weiterhin fest. Für Industrierahm werden erneut höhere Preise aufgerufen. Magermilchkonzentrat wird zu festen Preisen gehandelt. (ZMB)

ZMB-Schnellberichterstattung      
Auswertung 30. Kalenderwoche 2017 Tonnen %Vw. %Vj. 
Milchanlieferung 585.161 - 1,1%  -1,8% 
Produktion von:      
 - Butter 5.348 + 14,5%  -2,1% 
 - Magermilchpulver 4.144 - 9,2%  +8,6% 
 - Käse (ohne Schmelz- u. Frischkäse) 24.905 + 0,0%  +1,8% 
Quelle: ZMB     © ZMB

  

Nachrichten

  Neu!

Deutschland: Weniger Kühe geschlachtet

10.08.2017 - In Deuschland wurden die Kuhschlachtungen, die in 2016 um 6,8 % ausgeweitet worden waren, nach Angaben von destatis im ersten Halbjahr von 2017 um 5,5 % auf 600.359 Tiere verringert. Dabei wurden die Schlachtungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum im ersten Quartal um 2,1 % und im zweiten Quartal sogar um 9,2 % eingeschränkt. 2016 waren die Kuhschlachtungen im zweiten Quartal um 13,8 % umfangreicher gewesen als in Vergleichszeitraum. Hingegen bewegten sich die Kälberschlachtungen in den ersten sechs Monaten mit 164.203 Tieren auf Vorjahresniveau (-0,2 %)  (ZMB)

Polen: Milchanlieferung anhaltend über Vorjahr

06.07.2017 – In Polen war die Milchanlieferung auch im Mai 2017 expansiv. Die polnischen Molkereien erfassten mit 1,04 Mio. t Milch 3,2 % mehr Milch als im Vorjahresmonat. Damit ist der Vorsprung zur Vorjahreslinie, der im April noch 4,1 % betragen hatte, geringer geworden. Mit 4,85 Mio. t wurden in den ersten fünf Monaten von 2017 im Tagesdurchschnitt 4,0 % mehr angeliefert als im Vorjahrszeitraum. (ZMB)




Deutschland: 1,4 % weniger Milchkühe gezählt

29.06.2017 - Der Milchkuhbestand in Deutschland war am 3. Mai 2017 mit 4,214 Mio. Tieren um 1,4 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das geht aus den Viehzählungsergebnissen, die das Statische Bundesamt am 28.06.2017 veröffentlicht hat, hervor. Die Zahl der Zucht- und Nutzfärsen im Alter von mindestens zwei Jahren sank im Schnitt um 1,5 %. An Zuchtfärsen im Alter von unter zwei Jahren wurden sogar 2,0 % weniger gezählt als im Vorjahr. Hingegen wurden mehr Schlachtfärsen gezählt als vor Jahresfrist. Damit ist zunächst mit einer weiter verhaltenen Entwicklung der Milchkuhbestände zu rechnen.
In allen Bundesländern ist die Anzahl der Milchkühe gesunken, wobei die Abnahmeraten aber regional unterschiedlich waren. In Niedersachsen war der Rückgang mit einem Minus von 0,6 % am schwächsten ausgeprägt, in Thüringen mit 5,6 % am stärksten. In den neuen Bundesländern wurde der Milchkuhbestand im Schnitt um 3,8 % verringert und damit spürbar stärker als in den alten Bundesländern mit einer durchschnittlichen Abnahme um 0,8 %. Der Milchkuhbestand im Mai 2017 war der niedrigste seit fünf Jahren. Der Höchststand im letzten Jahrzehnt war im Mai 2014 mit 4,311 Mio. Tieren registriert worden.



Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung hat sich weiter fortgesetzt. Die Zahl der Milchviehhaltungen sank auf 67.319. Im Vergleich zum Mai 2016 nahm sie um 5,6 % ab. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden mehr als 10.000 Haltungen aufgegeben. Der durchschnittliche Kuhbestand je Haltung ist damit weiter gestiegen. Im Schnitt standen in jedem Stall im Mai 2017 62,6 Milchkühe. Das waren rund zehn Tiere mehr als vier Jahre zuvor. Die Entwicklung der vergangenen Jahre, dass die Zahl der Haltungen mit weniger als 100 Kühen abnimmt und die größeren mehr werden, hat weiter angehalten. Am stärksten gewachsen ist die Zahl der Herden mit mehr als 200 Kühen. Sie nahm um 3,3 % zu. In Betrieben dieser Größenordnung standen im Mai 2017 26,3 % aller Milchkühe. (ZMB)





China: 2016 mehr Milch und Sahne importiert

22.06.2017 - Die Importe Chinas von Milch und Sahne in flüssiger Form sind 2016 weiter gestiegen und haben einen Rekordwert von 634.096 Tonnen erreicht. Dies bedeutet im Vergleich zu 2014 fast eine Verdopplung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Importe um 38 % zugelegt. Vier Importeure – nämlich Deutschland, Neuseeland, Frankreich und Australien teilen mehr als achtzig Prozent des Marktes unter sich auf. Deutschland ist mit Anteil von 35 % der Mengen weiter der größte Importeur, hat allerdings im Vergleich zu den Vorjahren an Bedeutung verloren. 2015 hatte der deutsche Marktanteil einen Höchstwert von 44 % erreicht; 2016 fiel er auf 35 % zurück. Neuseelands Marktanteil stieg gleichzeitig von 17 % auf 21 %. Frankreich hat ebenfalls deutlich zugelegt und sich nach 8 % der Mengen in 2015 auf 17 % in 2016 verbessert. Australiens Bedeutung ging von 14 % in 2015 auf 11 % im vergangenen Jahr zurück. Gestiegen sind auch die Importe aus Polen und dem Vereinigten Königreich. Im insgesamt wachsenden Markt blieben ihre Marktanteile aber unverändert. (ZMB)


Niederlande: Deutlich mehr Kühe geschlachtet

15.06.2017 - Im ersten Quartal von 2017 wurden die Kuhschlachtungen in den Niederlanden nach Angaben von Eurostat deutlich ausgeweitet. Mit 166.830 Tieren wurden 46,1 % oder 52.660 mehr Kühe als in den ersten drei Monaten von 2016 geschlachtet. Das mit 69,1 % im Vorjahresvergleich deutlichste Wachstum war im März zu beobachten. Die höheren Schlachtungen dürften auf die Phosphatregulierung zurückzuführen sein. Das Wachstum des Milchaufkommens der vergangenen Jahre ist zum Stillstand gekommen, der prognostizierte Rückgang ist aber bislang noch nicht eingetreten. Im April lag die Milchanlieferung um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau. (ZMB)





Irland: Milchanlieferung im April kräftig gestiegen

 01.06.2017 - In Irland legte die Milchanlieferung im April 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat stark zu, trotz ungewöhnlich trockener Witterung auf der grünen Insel. Nachdem sich der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat im März noch auf 3,8 % belaufen hatte, wurde im April um 12,1 % auf 878.693 t Milch kräftig gesteigert. In den ersten vier Monaten von 2017 stieg die Liefermenge im Tagesdurchschnitt um 6,6 % auf 1.95 Mio. t. (ZMB)


EU: Im März mehr Milchprodukte exportiert

18.05.2017 - Die Exporte der EU von Milchprodukten sind in den ersten drei Monaten von 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gewachsen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Ausfuhren im März im Vergleich zu den beiden ersten Monaten des Jahres deutlich zulegen konnten. An Käse, Magermilchpulver und Vollmilchpulver wurden so hohe Mengen exportiert wie in keinem Monat von 2016 erreicht worden waren. Bei Käse und Magermilchpulver im März wurden sogar so hohe Mengen abgewickelt wie noch nie in einem Monat im vergangenen Jahrzehnt. Die Butterausfuhren stiegen im März wieder auf das Vorjahresniveau, nachdem sie im Januar und Februar deutlich daruntergelegen hatten. Auch an Kondensmilch und Molkenpulver wurde mehr exportiert als im Vorjahreszeitraum. Gesunken sind allerdings die Lieferungen von Milch und Sahne auf den Weltmarkt, die 2016 einen neuen Rekordstand erreicht hatten.

Auf der Importseite waren etwas größere Lieferungen von Butter, aber geringere von Käse zu beobachten als im Vorjahreszeitraum. Größter Butterlieferant war Neuseeland, gefolgt von der Ukraine. (ZMB)

Butterpreise auf Rekordniveau

11.05.2017 - Die Lage am Buttermarkt ist von einem geringen Angebot und einer Unterdeckung der Verarbeiter von Blockbutter gekennzeichnet. Die Hoffnungen der Einkäufer auf sinkende Butterpreise nach Ostern haben sich nicht erfüllt. Vielmehr sind die Preise für Sahne und Blockbutter bei einer unter den Erwartungen liegenden Milchanlieferung weiter steigend. Für Blockbutter besteht noch kurzfristiger Bedarf, der teilweise drängend ist. Die Käufer sind inzwischen zunehmend bereit, höhere Preise anzulegen. Die Notierung in Kempten ist am 10.05.2017 auf 4,60 bis 4,65 EUR/kg angehoben worden. Dies ist die höchste Preisfeststellung in den vergangenen Jahrzehnten. Anfragen liegen auch für mittelfristige und spätere Termine vor. Für spätere Lieferungen werden Aufschläge im Vergleich den kurzfristigen Geschäften gefordert. Mit längerfristigen Abschlüssen sind allerdings beide Seiten zurückhaltend, da sich die Verhandlungsbasis auf bislang ungekannten Preisniveaus bewegt. Generell ist das Kaufverhalten im Vergleich zu vergangenen Jahren, als langfristige Abschlüsse gängig wären, verändert und kurzfristiger geworden.

Nach den jüngsten Entwicklungen bei den Preisen für Blockbutter ist der Preisabstand zur abgepackten Ware wieder größer geworden. Für letztere bewegen sich die Preise weiter auf dem seit Anfang Mai erhöhten Niveau. Die Auslieferungen sind in der ersten Maiwoche aufgrund des Feiertags etwas niedriger ausgefallen. Aktuell sind außerdem die Impulse durch die Spargelsaison begrenzt, da die Ernte durch die niedrigen Temperaturen geschmälert ist. Insgesamt wird die Nachfrage von den Anbietern als gut eingeschätzt. (ZMB)


Neuseeland: Im März mehr Milch erzeugt

04.05.2017 - In Neuseeland war im März 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat ein kräftiger Zuwachs der Milcherzeugung von 9,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu beobachten. Nach der stagnierenden Entwicklung zu Jahresbeginn hat sich damit ein ungewöhnlich starker Anstieg zu Beginn des letzten Quartals des Wirtschaftsjahres eingestellt. In den ersten drei Monaten des Kalenderjahres 2017 legte die Milcherzeugung damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Tagesdurchschnitt um 3,2 % auf 6,22 Mio. t zu. In den ersten zehn Monaten des neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres wurden mit 19,08 Mio. t Milch im Tagesdurchschnitt 1,3 % weniger erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Im April wurde wieder von witterungsbedingten Rückgängen berichtet. (ZMB)


USA: Expansion der Milcherzeugung leicht abgeschwächt

27.04.2017 - In den USA setzt sich das Wachstum der Milcherzeugung fort. Im März 2017 haben sich die expansiven Tendenzen im Vergleich zu den Vormonaten leicht abgeschwächt. Der Zuwachs ging auf 1,7 % zurück. Die Milcherzeuger produzierten im ersten Quartal von 2017 24,29 Mio. t Milch, was im Tagesdurchschnitt 2,1 % mehr war als im Vorjahreszeitraum. Der Milchkuhbestand erhöhte sich im Berichtsmonat auf 9,38 Mio. Milchkühe, womit er um 0,6 % größer war als im März 2016. Die Milchleistung stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 %. (ZMB)


Frankreich: mehr Käse ex- und importiert

13.04.2017 - Der französische Außenhandel mit Milchprodukten hat sich zu Beginn von 2017 uneinheitlich entwickelt. Preisbedingt sind die Exporte wie auch die Importe im Januar 2017 wertmäßig betrachtet höher ausgefallen als im Vorjahresmonat. So wurden im Januar 2017 Milchprodukte im Wert von 750,2 Mio. EUR exportiert, was einer Steigerung von 8,4 % entspricht. Der Wert der Importe legte gleichzeitig um 13,2 % auf 374,5 Mio. EUR zu.
Käse lag mit 53.860 t und einem Zuwachs von 5,6 % bei den Exporten weiterhin an der Spitze. Der Großteil der Ware (82,9 %) wurde nach Ländern der EU exportiert, 20 % entfielen auf Lieferungen nach Deutschland. Dabei legten die Ausfuhren in die EU um 4,3 %, die nach Deutschland um 5,3 % zu. Im Vorjahr waren die Käseausfuhren noch gesunken. Ausgeweitet werden konnten ebenfalls die Exporte von abgepackte Sahne und Vollmilchpulver. Deutliche Einschränkungen hatten die Ausfuhren von loser Milch mit 29,1 % und abgepackter Konsummilch mit 10,1 % zu verzeichnen. Auch an losem Rahm, Frischprodukten, Butter und Butterkonzentrat, Magermilchpulver, Kondensmilch, Molkenpulver, flüssiger Molke und Kasein wurde weniger exportiert. Die stärksten Rückgänge hatten dabei loser Rahm mit 56,8 % und Butterkonzentrat mit 52 % zu verzeichnen.
Die Einfuhren von Käse legten um 3,6 % auf 24.233 t zu. Aus Deutschland stammten 22,8 % der Lieferungen. Die Importe aus anderen EU-Ländern stiegen im Schnitt um 3,7 %, die aus Deutschland um 0,4 %. An Butter wurden mit 13.758 t 12,7 % mehr importiert, womit Frankreich bei Exporten von 5.487 t Nettoimporteur geblieben ist. Die Einfuhren von flüssiger Molke, die im Vorjahr um 33,4 % gesunken waren, blieben zu Jahresbeginn mit 24.040 t stabil. Dagegen gingen die Importe von abgepackter Konsummilch deutlich um 36,5 % zurück. Auch an loser Milch, abgepackter Sahne, Frischprodukten, Butterkonzentrat, Vollmilchpulver und Kondensmilch wurde weniger eingeführt, während die Einfuhren von losem Rahm, Magermilchpulver und Molkenpulver zulegten. An Kasein wurden stabile Mengen aus dem Ausland bezogen. (ZMB)


Vereinigtes Königreich: Wichtiger Markt für Milchprodukte

30.03.2017 - Am 29.03.2017 hat das Vereinigte Königreich das offizielle Gesuch für den Austritt aus der EU eingereicht. Damit beginnen die Austrittsverhandlungen. Welche Regeln nach dem Austritt für den Warenverkehr und damit auch für den Handel mit Milchprodukten gelten werden, ist bislang völlig offen. Die Möglichkeiten reichen von Freihandel bis hin zur Behandlung wie ein WTO-Mitglied.
Derzeit ist der Inselstaat ein wichtiger Nettoimporteur von Milchprodukten und steht in einem intensiven Warenaustausch innerhalb des gemeinsamen Binnenmarktes aus derzeit 28 Mitgliedsstaaten. In den meisten Produktkategorien ist das Königreich Nettoimporteur. Lediglich bei flüssiger Milch und Sahne insgesamt, Kondensmilch und Butteröl weist es einen Exportüberschuss aus. Flüssige Milch und Sahne gehen überwiegend ins benachbarte Irland. Nicht unbeträchtliche Mengen werden aber auch an Käse und Magermilchpulver in andere EU-Länder verbracht.
Mengenmäßig und vor allem in Milchäquivalenten am bedeutendsten sind die Importe von Käse, die sich 2016 auf 466.093 t belaufen haben. Bei gleichzeitigen Exporten in andere EU-Länder in Höhe von 125.567 t verblieb ein Nettoimport von über 340.000 t. Auch bei Butter, Butterstreichfett, Joghurt und Kasein ist das Vereinigte Königreich ein wichtiger Absatzmarkt für die Partnerländer. Deutschland ist ein wichtiger Lieferant von Käse und Joghurt. Von überdurchschnittlicher Bedeutung ist der englische Markt für das benachbarte Irland. (ZMB)



Niederlande: Milchanlieferung im Februar schwächer

23.03.2017 - In den Niederlanden ist die Milchanlieferung im Februar 2017 erstmals seit April 2015 wieder knapp unter das Vorjahresniveau gesunken. Mit 1,12 Mio. t wurde um den Schalttag bereinigt 0,1 % weniger Milch an die Molkereien angeliefert als im Februar 2016. Im Januar hatte sich noch ein Plus von 1,0 % eingestellt, trotz befristeter preislicher Einschnitte bei Mehranlieferungen bei einer großen Molkerei und der Diskussion um die notwendige Drosselung der Produktion aufgrund der Phosphatgesetzgebung. Inzwischen hat sich die Branche darauf geeinigt, den Milchkuhbestand auf den Stand von Juli 2015 zurückzuführen. (ZMB)


Neuseeland: 2016 weniger Vollmilchpulver, mehr Käse exportiert

16.03.2017 - Neuseeland hat seine Exporte von Milchprodukten 2016 erneut etwas umgeschichtet. Vollmilchpulver ist weiter mit Abstand der wichtigste Exportartikel der neuseeländischen Milchwirtschaft. Nachdem 2014 eine Rekordmenge von 1,42 Mio. t erreicht worden war, sind die Ausfuhren aber rückläufig. 2016 beliefen sie sich auf 1,34 Mio. t und waren damit um 2,7 % niedriger als noch 2015. Eingeschränkt wurden auch die Ausfuhren von Kasein, die im Vorjahr kräftig um mehr als ein Viertel ausgeweitet worden waren.
Die Ausfuhren der übrigen Milchprodukte wurden mehr oder weniger stark ausgedehnt. Die Käseexporte, die seit 2013 kontinuierlich steigen, erhöhten sich um 8,7 % auf 355.174 t. Sie erreichten damit einen neuen Allzeitrekord. Das zweite Jahr in Folge ausgeweitet wurden die Exporte von Magermilchpulver, die um 8 % auf 444.057 t zulegten und damit ebenfalls eine historische Höchstmarke erreichten. Die Exporte von Butter und Butteröl haben hingegen in den letzten drei Jahren weitgehend stagniert. Sie nahmen nach einem leichten Rückgang in 2015 geringfügig um 0,5 % zu, erreichten aber die Spitzenmengen von 2014 noch nicht wieder. Einen Zuwachs von 10 % konnte Laktose zu verzeichnen, ist aber mit einem Exportvolumen von 25.941 t vergleichsweise unbedeutend. (ZMB)


Australien: Milcherzeugung unter Vorjahreslinie

09.03.2017 - In Australien bewegte sich die Milcherzeugung auch im Januar 2017 unter der Vorjahreslinie. Der Rückstand betrug 5,9 % bei einer Erzeugung von 777.032 t und war wieder etwas deutlicher als noch im Dezember 2016 (-4,1 %). In den ersten acht Monaten des australischen Milchwirtschaftsjahres wurden mit 5,92 Mio. t Milch 8,2 % weniger erzeugt als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)


EU: 2016 mehr Milchprodukte exportiert – allerdings weniger Milchpulver

23.02.2017 - Die EU hat ihre Exporte von Milchprodukten 2016 leicht steigern können. Umgerechnet in Milchäquivalente ergibt sich ohne die Berücksichtigung von Kasein eine leichte Zunahme um rund 0,1 Mio. t. In den einzelnen Produktgruppen waren allerdings uneinheitliche Entwicklungen festzustellen. Während die Ausfuhren von Käse und flüssiger Milch neue Rekorde erreichten, mussten bei Milchpulver und Kondensmilch Einbußen hingenommen werden.
An Käse wurden 800.000 t exportiert und damit mehr als je zuvor, obwohl nach Russland, den traditionell größten Absatzmarkt, seit August 2014 kaum noch Lieferungen möglich sind. Die größten Abnehmer waren 2016 die USA, befolgt von Japan und der Schweiz. In Japan konnten die größten Steigerungen von mehr als 10.000 t im Vergleich zum Vorjahr generiert werden. Die Butterexporte stiegen auf 218.000 t und waren damit die höchsten seit 2007. Die Ausfuhren von flüssigen Milchprodukten nach Drittländern übertrafen erstmals die Marke von 1 Mio. t und erreichten damit ebenfalls einen neuen Rekord. Die Exporte von Magermilchpulver lagen mit 574.000 t zwar weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Sie schrumpften aber im Vergleich zum Vorjahr um 118.000 t, was zur Entstehung der hohen Interventionsbestände mit beigetragen hat. Bei Vollmilchpulver war ein moderater Rückgang der Lieferungen auf den Weltmarkt um 20.000 t festzustellen. Gesunken sind auch die Ausfuhren von Kondensmilch. Weiter zugelegt haben hingegen die Exporte von Molkenpulver, die sich auf 553.000 t beliefen.


Die Importe an Milchprodukten aus Drittländern belaufen sich auf 1 % des Marktvolumens in der EU. Mengenmäßig betrachtet sind die Einfuhren von Käse am umfangreichsten. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10.000 t auf 71.0000 t an. Hauptlieferant ist die Schweiz. Die Lieferungen aus Neuseeland haben sich auf 12.400 t mehr als verdoppelt. Die Buttereinfuhren sind hingegen auf 23.000 t und damit einen historischen Tiefstwert gesunken. An Kasein wurden im Vergleich zu den Vorjahren stabile Mengen eingeführt. (ZMB)

EU: Milchanlieferung 2016 um 0,2 % gestiegen

16.02.2017 - Die Milchanlieferung in der EU ist 2016 im Tagesdurchschnitt um 0,2 % gestiegen, wobei das erste Halbjahr von Steigerungen und das zweite Halbjahr von Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet war.
Im Dezember 2016 hat sich der Rückstand gegenüber der Vorjahreslinie auf 3,2 % verringert, nachdem er im November mit einem Minus von 3,8 % seine stärkste Ausprägung im Jahresverlauf erreicht hatte. (ZMB)


Deutschland: Kuhschlachtungen um 6,8 % gestiegen/font>

09.02.2017 - In Deutschland wurden in 2016 nach Angaben von destatis 1,31 Mio. Kühe geschlachtet, womit die Vorjahresmenge um 6,8 % überschritten wurde. In allen Monaten außer Januar und Oktober gingen mehr Tiere zur Schlachtung als im jeweiligen Vorjahresmonat. Der deutlichste Anstieg war im April und im August mit 16,4 % bzw. 16,2 % zu beobachten. In den beiden letzten Monaten von 2016 legten die Kuhschlachtung nicht mehr so stark zu wie im Frühjahr. Im Dezember belief sich die Steigerung auf 4,1 %. (ZMB)


Neuseeland: Mehr Kühe, weniger Milch


02.02.2017 - Die Milcherzeugung in Neuseeland war 2016 mit 21,17 Mio. t im Tagesdurchschnitt um 2,0 % niedriger als im Vorjahr. Dies war der zweite Rückgang in einem Kalenderjahr in Folge. 2014 hat die Milchmenge ihren bisherigen Höchststand von 21,84 Mio. t erreicht.
Im Dezember 2016 wurde das Vorjahresniveau um 2,7 % unterschritten. Im Oktober 2016 war der Rückstand mit 5,5 % am stärksten ausgeprägt gewesen.
Der Rückgang des Milchaufkommens 2016 dürfte vor allem auf die ungünstige Witterung zurückzuführen sein. Nachdem es im November vor allem auf der Nordinsel zu nass war, nehmen inzwischen die Anzeichen von Trockenheit ebenfalls vor allem auf der Nordinsel zu. Der Kuhbestand ist indessen wieder gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes wurden am 30. Juni 2016 5,122 Mio. Milchkühe gezählt und damit 1,3 % mehr als ein Jahr zuvor. 2015 war der Milchkuhbestand ausgehend von einem Höchststand von 5,176 Mio. Tieren im Juni 2014 gesunken. (ZMB)


USA: Milcherzeugung 2016 mit neuem Rekord


25.01.2017 - In den USA legte die Milcherzeugung in 2016 gegenüber dem Vorjahr im Tagesdurchschnitt um 1,6 % auf 96,4 Mio. t zu. Sie hat damit einen neuen Allzeitrekord erreicht. Die Milchmenge ist in den USA seit Beginn des Jahrtausends nahezu kontinuierlich gestiegen. Lediglich 2001 und 2009 kam es zu leichten Rückgängen. Für 2017 prognostiziert das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) weiteres Wachstum.
Im Dezember 2016 war der Zuwachs mit 2,2 % höher als im Jahresdurchschnitt, aber wieder etwas weniger deutlich als im November (+2,6 %). Der Bestand an Milchkühen belief sich im Dezember auf 9,36 Mio. Tiere und war damit um 0,4 % höher als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Milchleistung summierte sich 2016 auf 10.328 kg. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %.

In den 23 milchreichsten Staaten war der Zuwachs beim Milchaufkommen im Dezember mit 2,4 % etwas deutlicher als in den USA insgesamt. Hier ergab sich im Tagesdurchschnitt für 2016 ein Wachstum von 1,7 %. In Kalifornien, dem Staat mit der höchsten Milchmenge, wurden im Dezember 0,5 % mehr Milch erzeugt als im Vorjahresmonat. Dort war die Produktion von Dezember 2014 bis September 2016 dürrebedingt kontinuierlich geschrumpft. 2016 wurden in Kalifornien im Tagesdurchschnitt 1,3 % weniger erzeugt als im Vorjahr. Nach vierjähriger Dürre haben sich die Wasservorräte in den vergangenen Wochen und Monaten bei hohen Niederschlägen in Form von Regen und Schnee wieder gefüllt. In Idaho, New York und Wisconsin wurde im Dezember erneut mehr Milch erzeugt. Damit beliefen sich die Zuwächse in 2016 im Vergleich zu 2015 im Tagesdurchschnitt auf 3,5 %, 4,4 % bzw. 3,5 %. (ZMB)


Niederlande: Milchanlieferung erreicht 2016 Allzeitrekord

19.01.2017 - In den Niederlanden hat die Milchanlieferung 2016 einen neuen historischen Höchstwert von 14,3 Mio. t erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr war eine Steigerung um 1 Mio. t bzw. um 7,2 % im Tagesdurchschnitt festzustellen. 2015 war die Anlieferung um 0,86 Mio. t gestiegen. Der Wachstumskurs kann in den kommenden Jahren nicht weiter fortgesetzt werden, da in den Niederlanden die Phosphatproduktion auf den Stand von Mitte 2015 zurückgeführt werden muss. Voraussichtlich wird die Milcherzeugung im Lauf von 2017 eingeschränkt werden müssen. Im Dezember 2016 bewegte sich die Milchanlieferung nach Angaben von Zuivel NL, wie bereits im November, auf dem Vorjahresniveau. (ZMB)



Deutschland: Mehr Biomilch verarbeitet

05.01.2017 - In den ersten zehn Monaten von 2016 ist die Anlieferung von Biomilch in Deutschland um 8,4 % gestiegen. Die zusätzlichen Mengen wurden vor allem zu Trinkmilch und Käse verarbeitet, soweit Daten nach der Melde-VO Milch vorliegen. Die Herstellung von Bio-Konsummilch wuchs um 12,5 %. Die Produktion von Bio-Käse legte um 8,4 % zu. Eingeschränkt wurde dagegen die Erzeugung von Bio-Butter, die seit Jahresbeginn um 4,9 % geschrumpft ist. (ZMB)




Jahresrückblick 2016

21.12.2016 - 2016 war am Milchmarkt ein Jahr mit Höhen und Tiefen, wobei im Jahresdurchschnitt die Tiefen stärkere Auswirkungen haben. Es kam zu starken Schwankungen bei Angebot wie auch bei den Preisen. Das erste Halbjahr war gekennzeichnet von einem Überangebot, Preisdruck und Bestandsaufbau. Um die Jahresmitte setzte nach Einschränkungen der Milchanlieferung eine starke Preiserholung ein. (ZMB)

                                                          (click picture to open pdf)


Irland: Milchanlieferung weiter leicht unter Vorjahr

08.12.2016 - In Irland bewegt sich die Milchanlieferung im Oktober 2016 den zweiten Monat in Folge unter der Vorjahreslinie, nachdem sie seit Jahresbeginn zunächst überwiegend expansiv gewesen war. Angeliefert wurden an die irischen Molkereien 528.493 t Milch und damit 4,3 % weniger als Vorjahresmonat. Im September hatte der Rückstand bei 3,6 % gelegen. Mit 6,36 Mio. t Milch wurden in den ersten zehn Monaten von 2016 im Tagesdurchschnitt 4,9 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)


Deutschland: Milcherzeugerpreise steigend

17.11.2016 - Die Milcherzeugerpreise in Deutschland haben im Juni 2016 ihren Tiefpunkt durchschritten und steigen seitdem wieder an. Für September 2016 ermittelte die BLE auf Basis der Meldeverordnung Milch einen durchschnittlichen Ab-Hof-Preis von 25,70 EUR /100 kg für konventionelle Kuhmilch mit standardisierten Inhaltsstoffen (4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß). Der Rückstand zum Vorjahresniveau hat sich damit auf 6,7 % verringert und war der kleinste seit Jahresbeginn. Für Oktober und November zeichnen sich weitere Preisanhebungen ab. (ZMB)


Irland: Milchanlieferung unter Vorjahresniveau

03.11.2016 - Die Milchanlieferung bewegte sich in Irland im September 2016 erstmals seit April wieder unter der Vorjahreslinie. Mit 600.696 t sank die Milchmenge um 3,5 % unter das Vorjahresniveau. Damit lag das Milchaufkommen unter den Erwartungen, zumal der Milchkuhbestand im Juni mit 1,398 Mio. Milchkühen um 7,9 % höher gewesen war als zum Vorjahreszeitpunkt. Insgesamt belief sich die Anlieferung in den ersten neun Monaten von 2016 auf 5,83 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 5,8 % umfangreicher als im gleichen Zeitraum von 2015.




EU: Exporte von Milchprodukten unterschiedlich entwickelt

29.10.2016 - Die Ausfuhren von Milchprodukten der EU haben sich auch zuletzt weiter unterschiedlich entwickelt. In den ersten acht Monaten von 2016 sind die Exporte von Butter, Käse, abgepackter Milch und Sahne sowie Molkenpulver gestiegen, während bei Magermilchpulver und Kondensmilch Einbußen hingenommen werden mussten. An Vollmilchpulver wurden bislang stabile Mengen exportiert. Im August hat sich Rückgang bei den Magermilchpulverexporten verstärkt, während die Butter- und Käseausfuhren wieder zugenommen haben. (ZMB)


Schweiz: Käseausfuhren wieder umfangreicher als Importe

29.09.2016 - Nachdem die Käseexporte der Schweiz im Zeitraum Mai bis Juli niedriger gewesen waren als die Importe, fielen sie im August wieder umfangreicher aus. Gleichzeitig bewegten sie sich wieder über dem Vorjahresniveau. Dagegen waren die Käseimporte seit Februar umfangreicher als im jeweiligen Vorjahresmonat.


Insgesamt waren die Käseausfuhren der Schweiz in den ersten acht Monaten von 2016 in etwa so groß wie im Vorjahreszeitraum. Wichtigster Abnehmer war Deutschland mit einem Anteil von 44,8 % an den Gesamtexporten und annähernd stabilen Liefermengen. An zweiter Stelle stand Italien, das einen Rückgang der Käseeinfuhren aus der Schweiz von 5,9 % zu verzeichnen hatte. Dagegen legten die Ausfuhren der Schweiz nach Frankreich um 14,8 % zu. Die Exporte in die Länder Europas legten um 1,0 % zu, während nach anderen Ländern 3,7 % weniger geliefert wurden.
Die Käseimporte, die nahezu komplett aus den Ländern der EU kamen, legten in 2016 bisher insgesamt um 5,9 % zu. Wichtigster Lieferant war Italien, das einen Zuwachs von 3,3 % zu verzeichnen hatte, gefolgt von Frankreich (+4,1 %) und Deutschland (+8,7 %). (ZMB)


Brasilien: Rückgang der Milchanlieferung verstärkt

22.09.2016 - In Brasilien bewegte sich die Milchanlieferung im ersten Halbjahr von 2016 stark unter der Vorjahreslinie. Bereits 2015 waren Rückgänge zu beobachten gewesen. Im Juni 2016 betrug der Rückstand zum Vorjahresmonat bei einer Anlieferung von 1,76 Mio. t 10,3 % und war damit der größte in diesem Jahr. In den ersten sechs Monaten von 2016 belief sich die Anlieferung auf 11,36 Mio. t. Damit ergibt sich im Tagesdurchschnitt ein Rückgang von 6,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (ZMB)


EU: Milchanlieferung im Juli weiter unter Vorjahr

08.09.2016 - In der EU-28 hat sich die rückläufige Tendenz bei der Milchanlieferung im Juli 2016 weiter fortgesetzt. Nach noch vorläufigen Angaben wurde das Vorjahresniveau im Schnitt um 1,3 % unterschritten. Im Juni belief sich die Abnahme im Vergleich zum Vorjahresmonat nach letztem Datenstand auf 1,6 %. Die Abnahme hat sich im Juli in Frankreich auf Basis der Wochendaten im Vergleich zum Juni deutlich verringert, wobei es in Frankreich erfahrungsgemäß noch zu größeren Revisionen kommen kann. Insgesamt ist das Milchaufkommen in verschiedenen Ländern niedriger als im Vorfeld erwartet. (ZMB)


Deutschland: Mehr Magermilchpulver produziert

11.08.2016 - Die Milchanlieferung erreichte in Deutschland in den ersten sechs Monaten von 2016 nach Angaben der BLE einen Umfang von 16,26 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 2,0 % umfangreicher als im Vorjahreszeitraum. Die Käseerzeugung stieg im europäischen Vergleich deutlich unterdurchschnittlich um lediglich 0,5 % auf 1,18 Mio. t. Dabei wurde die Erzeugung von Hart-, Weich-, Pasta Filata Käse, Sauermilch-, Koch- und Molkenkäse sowie Schmelzkäse ausgeweitet, während an Schnittkäse, Halbfestem Schnittkäse und Frischkäse weniger produziert wurde. Den stärksten Zuwachs im Käsesortiment hatte erneut Pasta Filata Käse mit 7,1 % zu verzeichnen. Deutlicher als in 2015 wurde die Herstellung von Butter und Mischfetten ausgeweitet. Dabei legte die Buttererzeugung um 5,7 % zu, während 23,0 % mehr Mischfette produziert wurde. Auch die Herstellung von Produkten des weißen Sortiments wurde überwiegend ausgeweitet. Einzige Ausnahme waren die Buttermilcherzeugnisse, die einen Rückgang von 3,2 % zu verzeichnen hatten.
Weniger einheitlich entwickelte sich die Herstellung von Kondensmilch und Trockenmilcherzeugnissen. Während die Produktion von Magermilchpulver mit einem Zuwachs von 18,7 % noch deutlicher stieg als im Vorjahr (+14,3 %), wurde an Kondensmilch 21,4 % weniger erzeugt. Ebenfalls rückläufig war die Produktion von Molkenpulver und von sonstigem Milchpulver. Zugelegt hat hingegen die Herstellung von Vollmilch- und Buttermilchpulver. (ZMB)




EU: Milchanlieferung im Juni erstmals unter Vorjahr

04.08.2016 - Die Milcherzeuger in der EU reagieren -zumindest überwiegend- auf die gesunkenen Milchpreise. Im Juni 2016 hat die Milchanlieferung in der EU insgesamt erstmals seit Beginn der quotenfreien Zeit das Vorjahresniveau unterschritten. Im Schnitt der 28 EU-Länder wurden schätzungsweise 1,0 % weniger Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. Bereits seit April 2016 haben die expansiven Tendenzen spürbar nachgelassen. Das Anlieferungsverhalten ist allerdings je nach Land unterschiedlich. Irland und die Niederländer bewegen sich weiter deutlich über dem Vorjahresniveau. In Deutschland, Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Belgien und weiten Teilen des Baltikums lag das Milchaufkommen im Juni 2016 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im 1. Quartal von 2016 hatte die Milchmenge die Vorjahreslinie im Schnitt um 5,7 % übertroffen, im 2. Quartal noch um lediglich 0,6 %. Im ersten Halbjahr von 2016 wurden im Tagesdurchschnitt 3,0 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Polen: Milchanlieferung unter Vorjahreslinie

28.07.2016 - In Polen ist die Milchanlieferung im Juni erstmals seit Oktober 2015 unter das Vorjahresniveau gesunken. Damit hat die Milchspitze bereits im Mai stattgefunden – und nicht wie in Polen üblich im Juni. Mit 955.325 t wurden 1,7 % weniger Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahresmonat. Die polnischen Molkereien erfassten im ersten Halbjahr von 2016 5,68 Mio. t Milch. Das waren im Tagesdurchschnitt 5,1 % mehr im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Deutschland: Milcherzeugerpreise weiter gesunken

21.07.2016 - Der Rückgang der Milcherzeugerpreise in Deutschland hat sich den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch im Mai 2016 weiter fortgesetzt. Ermittelt wurde für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrwertsteuer ein Bundesdurchschnitt von 23,08 EUR/100 kg. Für Milch mit tatsächlichen Inhaltsstoffen ergab sich im Durchschnitt aller Bundesländer ein Preis von 23,21 EUR/100 kg. Dies war der niedrigste Wert seit August 2009. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für biologisch erzeugte Kuhmilch mit standardisierten Inhaltsstoffen lag im Mai 2016 bei 47,29 EUR/100 kg und damit mehr als doppelt so hoch wie die Preis für konventionelle Milch. Der Preisabstand hat einen Rekord von 24,2 EUR/100 kg erreicht. Allerdings gaben auch die Preise für ökologisch erzeugte Milch im Vergleich zum Vormonat nach. (ZMB)



EU: Mehr Milchkühe geschlachtet

13.07.2016 – In der EU sind in den ersten vier Monaten von 2016 mehr Milchkühe geschlachtet worden als in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Von Januar bis April wurden in der EU-28 2,5 Mio. Milchkühe geschlachtet. Das waren rund 135.000 Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Januar hatten die Schlachtzahlen noch unter dem Vorjahresniveau gelegen, um anschließend zuzunehmen. Im April 2016 war der Anstieg mit einem Plus von 12,5 % bzw. 69.000 Tieren am stärksten ausgeprägt. In den Vorjahren waren zu Jahresbeginn keine größeren Schwankungen der Kuhschlachtungen zu beobachten gewesen.
In den meisten EU-Ländern sind mehr Kühe geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum. Ausnahmen stellen Griechenland, Irland, Italien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Schweden dar. Besonders hoch waren die Zuwächse in Bulgarien und Rumänien. Unter den westlichen Ländern waren die Steigerungen in Dänemark, Spanien und Portugal im zweistelligen Prozentbereich. In den Niederlanden haben die Schlachtungen im April 2016 besonders deutlich zugenommen. Auch in Deutschland war die Zunahme im April stärker ausgeprägt als zuvor. (ZMB)

EU: Milchaufkommen weniger expansiv

06.07.2016 – Die expansiven Tendenzen beim Milchaufkommen in der EU haben sich im Mai 2016 weiter abgeschwächt. Im Schnitt wurde das Vorjahresniveau noch um 1,1 % übertroffen. Dies war die niedrigste Steigerungsrate im bisherigen Jahresverlauf. In den ersten fünf Monaten sind im Schnitt 3,9 % mehr angeliefert worden als im Vorjahreszeitraum.
Inzwischen ist in der EU kein flächendeckendes Wachstum mehr zu beobachten. In mehreren Ländern haben sich rückläufige Tendenzen eingestellt. Besonders ausgeprägt war die Abnahme im Mai im Vereinigten Königreich um 4,8 %. Auch in Frankreich, Dänemark und Spanien wurde weniger Milch erfasst als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Das größte Wachstum war in den Niederlanden mit einem Plus von 8,3 % zu beobachten. (ZMB)


Viehzählung Mai 2016: Strukturwandel im üblichen Rahmen

30.06.2016 - Die Zahl der Milchkuhhaltungen belief sich nach Angaben von destatis im Mai 2016 auf 71.302. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt waren das 3.460 bzw. 4,6 % weniger. Trotz der niedrigen Milchpreise bewegte sich die Zahl der Aufgaben damit im Vergleich mit den vergangenen Jahren im üblichen Rahmen. Nur 2014 und 2015 hatten sich weniger Betriebe von der Milchviehhaltung getrennt als üblich. (ZMB)


Vereinigtes Königreich: Bedeutender Nettoimporteur von Butter und Käse

23.06.2016 - Am 23.06.2016 findet im Vereinigten Königreich die Volksabstimmung über den „Brexit“, den Austritt des Landes aus der EU, statt. Gemessen an der Bevölkerung handelt es sich mit 64,875 Mio. Einwohnern um den drittgrößten Mitgliedstaat nach Deutschland und Frankreich. 12,8 % aller EU-Bürger leben in dem Inselstaat. Mit 15,3 Mio. t entfielen 2015 zehn Prozent der Milchanlieferung in der EU auf das Vereinigte Königreich. Diese Menge reichte zur Selbstversorgung nicht aus. Neben Italien ist Großbritannien der größte Nettoimporteur von Milchprodukten unter den EU-Ländern.



Die Milchanlieferung im Vereinigten Königreich war mehrere Jahre in Folge gesunken und erreichte 2009 einen Tiefststand von 13,4 Mio. t. In den Folgejahren nahm das Milchaufkommen wieder zu und stieg bis 2015 auf 15,3 Mio. t. Aktuell bewegt sich die Anlieferung wieder unter dem Vorjahresniveau.
Der Trinkmilchmarkt in Großbritannien ist der größte unter allen EU-Ländern. Fast die Hälfte des Milchaufkommens wird zu Konsummilch verarbeitet. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung in vielen anderen Ländern ist der Markt in den vergangenen Jahren noch weiter gewachsen – mit Ausnahme von 2015, als ein Rückgang der Produktion festzustellen war. Die Expansion des Marktes dürfte mit der wachsenden Bevölkerung zusammenhängen. In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl um etwa fünf Millionen gestiegen. Die Produktionsmengen von Sahne und Joghurt steigen kontinuierlich an, so dass insgesamt mehr als die Hälfte des Milchaufkommens in das weiße Sortiment wandert.
Die Produktion von Milchpulver ist zu Beginn des laufenden Jahrzehnts auf einen Tiefststand gesunken und anschließend wieder gestiegen. Die Butterproduktion unterlang geringeren Schwankungen, steigt aber aktuell an.
Am stärksten gewachsen ist in den vergangenen Jahren der Käsemarkt, wobei die Importe stärker zugelegt haben als die eigene Erzeugung. 2015 beliefen sich die Nettokäseimporte auf 332.000 t. 14 % der Käseimporte entfielen auf Deutschland. Die größten Lieferanten waren Irland und Frankreich. (ZMB)

--> ältere Nachrichten lesen