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ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

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  Neu!  ZMB Schnellberichterstattung KW 23.2016

 

23.06.2016 – In Deutschland geht die Milchanlieferung aktuell saisonal schneller zurück als im Vorjahr um die gleiche Zeit und gleichzeitig stärker als erwartet. Das Milchaufkommen sank in der 23. Woche laut Schnellberichterstattung der ZMB gegenüber der Vorwoche um 1,1 %. Damit wurden 1,7 % weniger Milch an die Molkereien geliefert als in der Vorjahreswoche. Es wird außerdem über niedrigere Gehalte an Inhaltsstoffen berichtet. In Frankreich nahm die Milchmenge gegenüber der Vorwoche noch um 2,3 % ab und lag damit um 1,6 % unter der Vorjahreslinie.
Die Nachfrage nach flüssigem Rohstoff ist in der laufenden Woche zunächst etwas ruhiger angelaufen. Die Preise für Industrierahm ziehen nochmals an. Für Magermilchkonzentrat werden feste Preise erzielt. (ZMB)

ZMB-Schnellberichterstattung      
Auswertung 23. Kalenderwoche 2016 Tonnen %Vw. %Vj. 
Milchanlieferung 622.395 - 1,1%  -1,7% 
Produktion von:      
 - Butter 5.758 - 10,1%  -6,2% 
 - Magermilchpulver 5.034 + 3,0%  +40,4% 
 - Käse (ohne Schmelz- u. Frischkäse) 24.529 + 1,7%  -1,9% 
Quelle: ZMB     © ZMB

  

Nachrichten

  Neu!

Vereinigtes Königreich: Bedeutender Nettoimporteur von Butter und Käse

23.06.2016 - Am 23.06.2016 findet im Vereinigten Königreich die Volksabstimmung über den „Brexit“, den Austritt des Landes aus der EU, statt. Gemessen an der Bevölkerung handelt es sich mit 64,875 Mio. Einwohnern um den drittgrößten Mitgliedstaat nach Deutschland und Frankreich. 12,8 % aller EU-Bürger leben in dem Inselstaat. Mit 15,3 Mio. t entfielen 2015 zehn Prozent der Milchanlieferung in der EU auf das Vereinigte Königreich. Diese Menge reichte zur Selbstversorgung nicht aus. Neben Italien ist Großbritannien der größte Nettoimporteur von Milchprodukten unter den EU-Ländern.



Die Milchanlieferung im Vereinigten Königreich war mehrere Jahre in Folge gesunken und erreichte 2009 einen Tiefststand von 13,4 Mio. t. In den Folgejahren nahm das Milchaufkommen wieder zu und stieg bis 2015 auf 15,3 Mio. t. Aktuell bewegt sich die Anlieferung wieder unter dem Vorjahresniveau.
Der Trinkmilchmarkt in Großbritannien ist der größte unter allen EU-Ländern. Fast die Hälfte des Milchaufkommens wird zu Konsummilch verarbeitet. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung in vielen anderen Ländern ist der Markt in den vergangenen Jahren noch weiter gewachsen – mit Ausnahme von 2015, als ein Rückgang der Produktion festzustellen war. Die Expansion des Marktes dürfte mit der wachsenden Bevölkerung zusammenhängen. In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl um etwa fünf Millionen gestiegen. Die Produktionsmengen von Sahne und Joghurt steigen kontinuierlich an, so dass insgesamt mehr als die Hälfte des Milchaufkommens in das weiße Sortiment wandert.
Die Produktion von Milchpulver ist zu Beginn des laufenden Jahrzehnts auf einen Tiefststand gesunken und anschließend wieder gestiegen. Die Butterproduktion unterlang geringeren Schwankungen, steigt aber aktuell an.
Am stärksten gewachsen ist in den vergangenen Jahren der Käsemarkt, wobei die Importe stärker zugelegt haben als die eigene Erzeugung. 2015 beliefen sich die Nettokäseimporte auf 332.000 t. 14 % der Käseimporte entfielen auf Deutschland. Die größten Lieferanten waren Irland und Frankreich. (ZMB)

EU: Mehr Kühe geschlachtet

16.06.2016 - In der EU wurden in den ersten Monaten von 2016 mehr Kühe geschlachtet als im Vorjahresjahres¬zeitraum. Im Schnitt nahmen die Schlachtzahlen um 3,6 % zu. Im März war die Steigerung um 6,5 % überdurchschnittlich. Im Vergleich zum 1. Quartal 2014 belief sich die Zunahme sogar auf 9,0 %. Am stärksten stiegen die Schlachtungen in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien und Polen. Niedriger als im Vorjahreszeitraum waren sie hingegen in Irland, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Schweden. Die Schlachtkuhpreise sind allerdings gesunken und waren wesentlich niedriger als in den vergangenen fünf Jahren jeweils um die gleiche Jahreszeit. (ZMB)

Preise für Blockbutter erneut fester

09.06.2016 - Der Absatz von abgepackte Butter bewegt sich im den für die Jahreszeit üblichen Rahmen. Nachfrageimpulse kommen durch die noch laufende Spargelernte. Gehandelt wird die Ware nach wie vor zu unveränderten Preisen, die am 8. Juni in Kempten mit 2,22 – 2,30 EUR/kg ermittelt wurden. Bei weiter fester tendierenden Preisen für Industrierahm wird die Erlössituation für die Produzenten zunehmend unbefriedigender.
Am Markt für Blockbutter agieren sowohl Käufer wie auch Verkäufer abwartend. Der kurzfristige Bedarf ist überwiegend gedeckt. Von Seiten der Verkäufer werden angesichts der steigenden Preise für Industrierahm höhere Preise gefordert. Die Käufer zögern aktuell in vielen Fällen, die höheren Preise zu akzeptieren. Da die weitere Entwicklung der Butterproduktion derzeit nur schwer abzuschätzen ist, halten sich auch die Verkäufer, was langfristige Abschlüsse betrifft, eher zurück. Für das vierte Quartal gehen bei den Werken zwar Anfragen ein, Abschlüsse kommen aber kaum zu Stande. Hauptsächlich konzentriert man sich derzeit auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Die Notierungen für Blockbutter stiegen weiter an. So wurden am 08. Juni 2016 in Kempten Preise von 2,80 bis 2,85 EUR/kg notiert. Auch in den Niederlanden zogen die Preise erneut an. (ZMB)


Irland: Milchanlieferung unter Vorjahreslinie

02.06.2016 - In Irland bewegte sich die Milchanlieferung im April 2016 erstmals seit März 2015 unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Mit 774.663 t wurden 4,1 % weniger Milch erfasst als im April 2015. Im März hatte der Zuwachs noch bei 28,6 % gelegen. Die Entwicklung wird auf ungünstige Witterung für den Aufwuchs des Grünlandes im April zurückgeführt. Insgesamt summierte sich die Anlieferung im laufenden Kalenderjahr damit auf 1,85 Mio. t Milch. Das waren um den Schalttag bereinigt 13,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)

EU: Milchexporte leicht gestiegen

19.05.2016 – Der saisonale Anstieg der Milchanlieferung in Deutschland setzte nach einer Unterbrechung in der ersten Maiwoche nochmals ein. Laut Schnellberichterstattung der ZMB legte das Milchaufkommen gegenüber der Vorwoche um 0,6 % zu. Der Vorsprung zur Vorjahreslinie betrug damit erneut lediglich noch 0,3 %. Die Molkereien berichten, dass der Peak inzwischen überschritten sein dürfte. In Frankreich ging die Anlieferung in der ersten Maiwoche um 0,9 % zurück und lag um 0,9 % unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Industrierahm, Magermilchkonzentrat und Versandmilch haben in der vergangenen Woche deutlich angezogen. Für die laufende Woche wird bislang von einer stabilen Entwicklung auf dem höheren Niveau berichtet. (ZMB)


USA: Einkommen der Milcherzeuger 2015 deutlich gesunken

 12.05.2016 - 2015 hat die Milcherzeugung in den USA einen neuen Allzeitrekord von 94,6 Mio. t erreicht. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % war zu gleichen Anteilen auf eine Erhöhung des Milchviehbestandes und weitere Leistungssteigerungen zurückzuführen. Mit 94,18 Mio. t wurden 99 % der Produktionsmenge an Molkereien angeliefert. Das waren 1,2 % mehr als im Vorjahr. Der Fettgehalt der Milch lag wie 2014 im Schnitt bei 3,74 %. Die Milchpreise in den USA haben 2015 im Vergleich zu Vorjahren deutlich nachgegeben. Sie lagen im Durchschnitt bei 37,94 USD/100 kg Milch. Das waren 28,5 % weniger als im Vorjahr und gleichzeitig die niedrigsten Preise seit 2010. Umgerechnet lagen die US-Milchpreise 2015 bei 34,20 EUR/100 kg, wobei die Abwertung des Euro zu bedenken ist. Die Umsätze der Erzeuger aus dem Verkauf der Milch sind um 27,6 % auf 35,74 Mrd. USD gesunken.
In den USA wurde 2015 ein höherer Anteil der Milch zu Käse verarbeitet. Die Käseproduktion erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % und erreichte ein Rekordvolumen von 5,37 Mio. t. Die Mozzarellaherstellung stieg 2015 unterdurchschnittlich um 1,8 %. Erstmals nach mehrjährigem Wachstum ist die Joghurtproduktion leicht eingeschränkt worden. Die Butterproduktion in den Vereinigten Staaten ist seit mehreren Jahren nahezu unverändert. Nach einem starken Wachstum in 2014 ist die Herstellung von Magermilchpulver 2015 wieder leicht gedrosselt worden. Zu deutlichen Veränderungen kam es 2015 in der Molkenverarbeitung. Die Produktion von Molkenpulver wurde um 8,4 % ausgeweitet, die von Molkenproteinisolat sogar um 20,6 %. Weniger wurde hingegen an Molkenproteinkonzentrat und Laktose produziert. (ZMB)


Deutschland: Mehr Kühe geschlachtet

05.05.2016 - In Deutschland wurden in den vergangenen Monaten mehr Kühe geschlachtet als sonst um diese Jahreszeit. In den ersten 17 Wochen von 2016 bis Ende April waren es nach der 1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung 372.574 Kühe. Das waren 16 % mehr als im gleichen Zeitraum von 2015 und 13 % mehr als 2014. Seit Februar 2016 bewegen sich die Schlachtkuhpreise allerdings zunehmend unter dem Niveau des Vorjahres. (ZMB)


USA: Milcherzeugung stärker gestiegen

28.04.2016 - Die Milcherzeugung wächst in den USA weiter. Im ersten Quaral von 2016 belief sie sich auf 24,06 Mio. t und war damit kalenderbereinigt um 1,0 % umfangreicher als im Vorjahreszeitraum. Im März 2016 war die Erzeugung um 1,8 % höher als im Vorjahresmonat. Dies war die größte Zuwachsrate seit Juni 2015. Die Steigerung resultierte aus einem wachsende Milchkuhbestand und gleichzeitigen Leistungssteigerungen. Gehalten wurden im März 9,33 Mio. Milchkühe und damit 14.000 mehr als vor einem Jahr. Die Milchleistung war um 1,6 % höher als im März 2015. In den 23 für die Milcherzeugung wichtigsten Staaten wuchs die Milcherzeugung gegnüber dem Vorjahresmonat ebenfalls um 1,8 %. Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Staaten weiterhin uneinheitlich. So war die Erzeugung in Kalifornien erneut niedriger als im Vorjahr, während in Idaho, New York und Wisconsin mehr Milch erzeugt wurde. (ZMB)

EU: USA, China und Saudi-Arabien größte Exportmärkte für Milch

14.04.2016 - Die EU-Milchwirtschaft hat 2015 Milchprodukte der Zolltarifgruppen 0401 bis 0406 im Wert von 9,32 Mrd. EUR exportiert. Wertmäßig entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 8,7 %. Dieser ist auf niedrigere Preise zurückzuführen; mengenmäßig betrachtet sind die Ausfuhren indessen gestiegen.
Wichtigste Destination für Milchprodukte aus der EU waren 2015 die USA mit einem Marktanteil von 10,9 %. Die Bedeutung der USA ist in den letzten Jahren gestiegen. Bis einschließlich 2013 waren die USA der zweitwichtigste Absatzmarkt nach Russland gewesen. Nach Russland gingen 2015 lediglich noch 0,2 % der Milchexporte der EU. 2012 hatte ihr Anteil bei 14 % gelegen, 2014 immerhin noch bei 7,4 %. Zum zweitwichtigsten Bestimmungsland ist China aufgestiegen. 2015 wurde fast jeder zehnte Euro im Export von Milcherzeugnissen in China erlöst, 2012 war es noch lediglich jeder zwanzigste gewesen. Drittgrößter Auslandsmarkt war 2015 Saudi-Arabien mit einem Marktanteil von 5 %.


Die nächstgrößten Exportmärkte waren im vergangenen Jahr Algerien, die Schweiz, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ausfuhren nach Algerien sind gewissen Schwankungen unterworfen. 2014 hatte der Marktanteil Algerien 7,7 % betragen, 2015 ging er dann wieder auf 4,4 % zurück. In die Schweiz werden seit Jahren recht konstant etwa 4 % der EU-Milchexporte geliefert. Verbessert hat die EU ihre Marktposition im Vergleich zu den Vorjahren in Japan, Südkorea, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Neben Algerien kam es 2015 auch in Nigeria und Indonsien zu gewissen Einbußen. (ZMB)

Deutschland: Mehr Magermilchpulver, weniger Käse exportiert

30.03.2016 - Die Exporte der deutschen Milchwirtschaft haben sich im Januar 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat zunächst uneinheitlich entwickelt. Weiter gesteigert werden konnten die Exporte von Magermilchpulver, die mit 36.113 t um 15,9 % über dem Vorjahresniveau lagen. Höhere Ausfuhren waren auch bei Joghurt und Milchmischgetränken sowie bei Laktose zu beobachten. Bei den übrigen Produkten mussten hingegen Einbußen hingenommen werden. So sanken die Käseexporte um 3,8 % auf 88.315 t. Die Lieferungen nach Drittländern gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 % zurück. Rückläufig waren auch die Ausfuhren von Butter, Kasein, Molkenpulver, Vollmilchpulver, loser Milch sowie abgepackter Trinkmilch und Sahne. Bei letzter haben die Lieferungen nach Drittländern aber weiter kräftig zugelegt. In China war sogar mehr als eine Verdopplung festzustellen.

Auch die Einfuhren von Milchprodukten sind überwiegend gesunken. Ausnahmen stellen lose Milch, abgepackte Milch, Magermilchpulver, Milchmischgetränke und Laktose dar. Die Importe von Käse gingen um 5,6 % spürbar zurück. (ZMB)


Deutschland: 2015 deutlich mehr Magermilchpulver hergestellt

17.03.2016 - Die deutschen Molkereien haben 2015 mit 31,5 Mio. t 0,3 % mehr Milch von deutschen Erzeugern als im Vorjahr erfasst. Die Vergleichbarkeit dieses Wertes mit dem Vorjahr ist eingeschränkt, da seit dem Ende des Quotensystems auch grenzüberschreitende Milchanlieferung möglich ist.
Die Herstellung von Milcherzeugnissen hat sich in den einzelnen Produktgruppen unterschiedlich entwickelt. An Konsummilch wurde trotz eines weiteren Anstieg der Exporte weniger erzeugt. Erstmals sank die Erzeugung unter die Marke von 5 Mio. t. Weiter kräftig gestiegen ist hingegen die Produktion von Naturjoghurt. Die Herstellung von fermentierten Produkten mit Zusätzen, Desserts und Milchgetränken hat nach Rückgängen in den beiden Vorjahren wieder zugenommen. Der Sahnemarkt hat auf dem Vorjahresniveau stagniert.
Der Käsemarkt ist 2015 in Deutschland leicht gewachsen. Im Schnitt über alle Sortengruppen wurden 1,1 % mehr hergestellt als im Vorjahr, wobei die Entwicklung je nach Segment sehr unterschiedlich war. Stagniert hat Schnittkäse, dessen Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben ist. Auch die Herstellung von Hartkäse hat sich auf dem Vorjahresniveau bewegt. Demgegenüber wurden an Pasta-Filata, Weichkäse und halbfestem Schnittkäse größere Mengen produziert. Auch bei Sauermilchkäse war eine Ausweitung zu beobachten.

Deutlich zugenommen hat 2015 die Produktion von Trockenmilcherzeugnissen. An Magermilchpulver wurden mit 408.500 t 14,3 % oder 51.000 t mehr produziert als im Vorjahr. Dies war die höchste Menge seit 1993. 2006 war die Magermilchpulverproduktion unter 200.000 t gesunken. Vollmilchpulver verschiedener Fettstufen und Sonstige Erzeugnisse in Pulverform legten ebenfalls deutlich zu. Lediglich der Erzeugung von Buttermilchpulver ging um 6,1 % zurück. Molkenpulver wurde um 3,1 % ausgeweitet. An Butter wurden mit 517.300 t 5,5 % mehr hergestellt als 2014. Erstmals seit 1991 wurden wieder mehr als 500.000 t Butter in Deutschland erzeugt. (ZMB)


Butterpreise schwächer

03.03.2016 - Am Markt für abgepackte Butter war zum Monatswechsel ein deutlicher Preisrückgang zu beobachten. Die Notierung in Kempten wurde auf 2,38 bis 2,46 EUR/kg zurückgenommen. Dies ist die niedrigste Preisfeststellung seit August 2009. Auch für die Verbraucher ist Butter günstiger geworden. Nach Store-Checks wurden die Preise für das 250-g-Päckchen in der Preiseinstiegsstufe von 0,89 EUR auf 0,75 EUR gesenkt. In der letzten Februarwoche sind trotz der anstehenden Preisänderung umfangreiche Mengen geordert und ausgeliefert worden. Die Nachfrage wird als lebhaft bezeichnet.

Recht verhalten ist hingegen die Entwicklung am Markt für Blockbutter. Für kurzfristige Lieferungen gehen bei den Werken aktuell nur wenige Bestellungen ein. Offensichtlich haben sich die Abnehmer weitestgehend im Voraus eingedeckt. Auch derzeit wird versucht, den Bedarf möglichst langfristig abzudecken und dabei niedrige Einkaufspreise abzusichern. Die Verkäufer sind mit Abschlüssen zu aktuellen oder ähnlichen Konditionen, die weit in die Zukunft reichen, aber vorsichtig, da sie wenig attraktiv sind. Zuletzt haben auch die Anfragen für Exporte auf den Weltmarkt wieder etwas nachgelassen. Der Markt ist von einem ausreichenden Angebot bestimmt. Es wurden erneut niedrigere Preise notiert. In Kempten wurde am 2. März 2016 eine Preisspanne von 2,40 bis 2,50 EUR/kg festgestellt. Auch in den Nachbarländern haben die Butternotierungen weiter nachgegeben. Leicht befestigt hat sich hingegen zuletzt Industrierahm. Die Private Lagerhaltung wird weiterhin genutzt. Ende Januar 2016 beliefen sich die Bestände in der EU insgesamt auf 57.249 t. Im Januar 2016 sind 4.024 t ausgelagert und 10.132 t in die Lagerhaltung übernommen worden. (ZMB)


Polen: Milchanlieferung deutlich über Vorjahresniveau

25.02.2016 - In Polen wächst die Milchanlieferung Anfang 2016 stärker als zuvor. Im Januar 2016 wurden mit 913.507 t Milch 7,7 % mehr angeliefert als im Vorjahresmonat. Im Dezember 2015 hatte der Vorsprung noch bei 6,6 % gelegen. Seit dem Ende der Quotenzeit legte die Milchmenge um 3,6 % zu. (ZMB).




China: Weniger Vollmilchpulver, aber mehr Molkenpulver und Käse importiert

18.02.2016 - Die Nachfrage Chinas nach Milchprodukten am Weltmarkt ist 2015 im Vergleich zum Spitzenjahr 2014 gesunken. Sie sank bei der Betrachtung von Commodities ohne Konsummilch und Babynahrung um rund 2,6 Mio. t Milchäquivalente. Am stärksten gesunken sind die Importe von Vollmilchpulver, die von 2009 bis 2014 massiv angestiegen waren. 2015 wurden noch 347.048 t importiert. Das war mit einem Rückgang um 48 % im Vergleich zum Vorjahr fast eine Halbierung. Auch die Importe der Jahre 2012 und 2013 wurden damit nicht wieder erreicht. Dennoch ist China weltweit der mit Abstand größte Importeur von Vollmilchpulver geblieben. Die Einfuhren von Magermilchpulver sind ebenfalls niedriger ausgefallen als in den beiden Vorjahren. Sie sanken verglichen mit 2014 um 21 % auf 200.268 t. Auch die Butterimporte, die 2014 einen Höchststand von über 80.000 t erreicht hatten, schrumpften. Andere Produktsegmente haben sich positiver entwickelt. So stiegen die Käseimporte des asiatischen Landes auf 75.581 t und damit auf den höchsten Stand aller Zeiten. Die Einfuhren von Molkenpulver erreichten mit 433.376 t ebenfalls ihren bisherigen Rekord. Mehr importiert wurde auch an Laktose. Hier war eine Steigerung um 6 % auf 89.527 t zu verzeichnen. Außerdem wurde mit 21.152 t deutlich mehr Kasein eingeführt als in den Vorjahren. (ZMB)




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