| Neu! | ZMB Schnellberichterstattung KW 33.2010 |
Die Preise für Industriesahne sind in der letzten Augustwoche deutlich gestiegen. Bei Magermilchkonzentrat ist die Tendenz stabil. (ZMB)


| Aktuelle Quotenausnutzung |
Quotenjahr 2009/10:
Rekordunterlieferung von 614.000 t
24.06.2010 - Die endgültige Abrechnung für das Quotenjahr 2009/10 durch das Hauptzollamt liegt für Deutschland seit dem 24. Juni 2010 vor. Das Quotenjahr ist mit einer Rekordunterlieferung um 2,1 % zu Ende gegangen. Die fettkorrigierte Milchanlieferung war um 614.000 t tiefer als die Anlieferungsquote von 29,038 Mio. t. Damit werden in Deutschland im zweiten Jahr in Folge keine Superabgaben fällig.
Bei der Quotenbilanz machten sich besonders die Änderungen bei der Berechnung der Fettkorrektur bemerkbar, die den Spielraum die Milchanlieferung zu steigern zusätzlich zu der Quotenerhöhung um ein Prozent gesteigert haben. Die Milchanlieferung stieg von April 2009 bis März 2010 um 1,5 % auf eine neue Rekordmenge von 28,2 Mio. t. Die Fettkorrektur schlug aber nur noch mit 227.000 t zu Buche, nachdem bei Überschreitungen des Referenzfettgehaltes die entsprechende Milchmenge nur noch mit dem Faktor 0,09 errechnet wird. Im Vorjahr hatte die Fettkorrektur noch 708.000 t und damit mehr als das Dreifache betragen. Ohne die Änderungen bei der Fettkorrektur wäre die Quote nicht überliefert, aber fast voll beliefert worden.
Dass die Spielräume, die die Quoten geboten haben, nicht voll genutzt worden sind, dürfte mit den deutlich gesunkenen Milchpreisen im Jahr 2009 in Zusammenhang stehen, die ab dem Sommer 2009 zu einem Rückgang der Milchanlieferung geführt haben. Deutschland ist kein Einzelfall. In fast allen EU-Ländern mit Ausnahme von Dänemark und den Niederlanden sind die Quoten nicht voll beliefert worden. Zu Beginn des Quotenjahres 2010/11 fiel die Milchanlieferung wieder höher aus. Dazu hat wohl die Steigerung der Milchpreise, aber auch das kühle Wetter mit beigetragen. (ZMB/Wo)

| Nachrichten |
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01.09.2010 - An die deutschen Molkereien wurden im ersten Halbjahr von 2010 14,74 Mio. t Milch angeliefert, das waren 0,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Milchanlieferung hatte im ersten Quartal um 1 % unter dem Vorjahresniveau gelegen und ist seit April wieder höher als 2009. Der durchschnittliche Gehalt an Fett war im ersten Halbjahr um 0,03 Prozentpunkte höher als im Vorjahr, während ein unveränderter Proteingehalt registriert wurde.

Die Erzeugung von Käse wurde bei guter Nachfrage, vor allem auch für den Export, wieder stärker ausgeweitet als in den Vorjahren. Damit hat Käse einen höheren Teil des Milchaufkommens gebunden. Mit 1,024 Mio. t wurden – ohne Schmelzkäse – 4,6 % mehr Käse hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Besonders umfangreich waren die Zuwächse bei Schnittkäse. Mit einem Plus von 9,7 %. fiel die Schnittkäseerzeugung im ersten Halbjahr 2010 in Deutschland umfangreicher aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Fast in allen Segmenten des Käsemarktes war Wachstum zu beobachten. Lediglich bei Hartkäse und halbfestem Schnittkäse wurde weniger produziert als vor einem Jahr.
Im Weißen Sortiment ist die Produktion ebenfalls gestiegen, allerdings waren die Zuwachsraten kleiner als bei Käse. An Konsummilch wurden mit 2,64 Mio. t 1,5 % mehr hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Etwas größer waren die Zuwächse bei den Frischprodukten mit einer Steigerung um 2,2 %. Die Erzeugnisse mit Zusätzen sind um 3,7 % überdurchschnittlich gestiegen, während fermentierte Milchprodukte ohne Zusätze, die im Vorjahr gewachsen waren, wieder rückläufig waren.
Die Herstellung der Interventionsprodukte Butter und Magermilchpulver folgte wieder ihrem langfristig rückläufigen Trend und ging zurück. Bei Magermilchpulver fiel die Produktionseinschränkung mit einem Minus von 10,3 % erheblich größer als bei Butter, wo sich der Rückgang auf 3,7 % belief. Auch die Erzeugung von Vollmilchpulver wurde eingeschränkt. (ZMB)
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25.08.2010 - In Pakistan, wo durch Überflutungen nach Angaben der Regierung mindestens 1.800 Menschen ums Leben gekommen und Hunderttausende obdachlos geworden sind, ist auch die Landwirtschaft stark durch die Katastrophe betroffen, wie die FAO am 20. August mitteilte. Bereits 200.000 Kühe, Schafe, Büffel, Ziegen und Esel seien nach offiziellen Angaben der Behörden bislang als verendet oder vermisst gemeldet. Die endgültigen Zahlen werden aber erheblich höher ausfallen und möglicherweise in die Millionen gehen. Die FAO geht davon aus, dass für die überlebenden Tiere eine starke Knappheit an Futtermitteln bestehen wird, die den Viehbestand für mehrere Generationen bedrohen könnte.
Viele Tiere seien zurückgeblieben, da die Menschen sie bei ihrer Rettung vor den Fluten nicht mitnehmen konnten. Kleinere Tiere wie Geflügel oder ein Schaf konnten auf ein Boot noch mitgenommen werden, nicht aber Großvieh wie Kühe oder Büffel. Durch die Fluten seien die Regionen mit der höchsten Dichte an Vieh betroffen. Die FAO weist darauf hin, wie wichtig das Vieh für arme Menschen in diesem Land sei. Es sei ihr mobiler „Geldautomat“. Jedes Tier das gerettet würde, sei ein Vermögenswert, mit dem arme Familien ihr Leben wieder aufbauen könnten, wenn die Flut vorüber sei.
Hauptpriorität habe, die überlebenden Tiere mit Futter zu versorgen. Man versucht noch zu eruieren, wie viel Futter durch die Flut verloren gegangen ist. Außerdem sei der Transport schwierig, da auch die Infrastruktur zerstört ist. Zusätzlich werden finanzielle Mittel für die medizinische Versorgung und Impfungen von Tieren benötigt. Die UN hat 5,7 Mio. USD für Nothilfe für die Hilfe für Vieh angefragt und die FAO hat erste 1,4 Mio. USD für Futter und Impfstoffe mobilisiert. Weitere Mittel sollen folgen, wenn der volle Umfang des Bedarfs klar ist. (ZMB/FAO)
