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ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

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  Neu!  ZMB Schnellberichterstattung KW 31.2016

 

18.08.2016 – In der ersten Augustwoche war der saisonale Rückgang der Milchanlieferung in Deutschland vorübergehend unterbrochen, nachdem er sich in der Vorwoche hitzebedingt verstärkt hatte. Bei wieder kühleren Temperaturen erfassten die Molkereien laut Schnellberichterstattung der ZMB im Schnitt 0,1 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Rückstand zur Vorjahreslinie belief sich auf 3,3 %.
Die Verfügbarkeit von Magermilchkonzentrat und Industrierahm ist weiterhin begrenzt und die Preise tendieren erneut fester. (ZMB)

ZMB-Schnellberichterstattung      
Auswertung 31. Kalenderwoche 2016 Tonnen %Vw. %Vj. 
Milchanlieferung 596.840 + 0,1%  -3,3% 
Produktion von:      
 - Butter 5.117 - 5,6%  -10,1% 
 - Magermilchpulver 3.914 + 3,8%  +23,0% 
 - Käse (ohne Schmelz- u. Frischkäse) 24.261 + 1,8%  -1,4% 
Quelle: ZMB     © ZMB

  

Nachrichten

  Neu!

Deutschland: Mehr Magermilchpulver produziert

11.08.2016 - Die Milchanlieferung erreichte in Deutschland in den ersten sechs Monaten von 2016 nach Angaben der BLE einen Umfang von 16,26 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 2,0 % umfangreicher als im Vorjahreszeitraum. Die Käseerzeugung stieg im europäischen Vergleich deutlich unterdurchschnittlich um lediglich 0,5 % auf 1,18 Mio. t. Dabei wurde die Erzeugung von Hart-, Weich-, Pasta Filata Käse, Sauermilch-, Koch- und Molkenkäse sowie Schmelzkäse ausgeweitet, während an Schnittkäse, Halbfestem Schnittkäse und Frischkäse weniger produziert wurde. Den stärksten Zuwachs im Käsesortiment hatte erneut Pasta Filata Käse mit 7,1 % zu verzeichnen. Deutlicher als in 2015 wurde die Herstellung von Butter und Mischfetten ausgeweitet. Dabei legte die Buttererzeugung um 5,7 % zu, während 23,0 % mehr Mischfette produziert wurde. Auch die Herstellung von Produkten des weißen Sortiments wurde überwiegend ausgeweitet. Einzige Ausnahme waren die Buttermilcherzeugnisse, die einen Rückgang von 3,2 % zu verzeichnen hatten.
Weniger einheitlich entwickelte sich die Herstellung von Kondensmilch und Trockenmilcherzeugnissen. Während die Produktion von Magermilchpulver mit einem Zuwachs von 18,7 % noch deutlicher stieg als im Vorjahr (+14,3 %), wurde an Kondensmilch 21,4 % weniger erzeugt. Ebenfalls rückläufig war die Produktion von Molkenpulver und von sonstigem Milchpulver. Zugelegt hat hingegen die Herstellung von Vollmilch- und Buttermilchpulver. (ZMB)




EU: Milchanlieferung im Juni erstmals unter Vorjahr

04.08.2016 - Die Milcherzeuger in der EU reagieren -zumindest überwiegend- auf die gesunkenen Milchpreise. Im Juni 2016 hat die Milchanlieferung in der EU insgesamt erstmals seit Beginn der quotenfreien Zeit das Vorjahresniveau unterschritten. Im Schnitt der 28 EU-Länder wurden schätzungsweise 1,0 % weniger Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. Bereits seit April 2016 haben die expansiven Tendenzen spürbar nachgelassen. Das Anlieferungsverhalten ist allerdings je nach Land unterschiedlich. Irland und die Niederländer bewegen sich weiter deutlich über dem Vorjahresniveau. In Deutschland, Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Belgien und weiten Teilen des Baltikums lag das Milchaufkommen im Juni 2016 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im 1. Quartal von 2016 hatte die Milchmenge die Vorjahreslinie im Schnitt um 5,7 % übertroffen, im 2. Quartal noch um lediglich 0,6 %. Im ersten Halbjahr von 2016 wurden im Tagesdurchschnitt 3,0 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Polen: Milchanlieferung unter Vorjahreslinie

28.07.2016 - In Polen ist die Milchanlieferung im Juni erstmals seit Oktober 2015 unter das Vorjahresniveau gesunken. Damit hat die Milchspitze bereits im Mai stattgefunden – und nicht wie in Polen üblich im Juni. Mit 955.325 t wurden 1,7 % weniger Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahresmonat. Die polnischen Molkereien erfassten im ersten Halbjahr von 2016 5,68 Mio. t Milch. Das waren im Tagesdurchschnitt 5,1 % mehr im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Deutschland: Milcherzeugerpreise weiter gesunken

21.07.2016 - Der Rückgang der Milcherzeugerpreise in Deutschland hat sich den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch im Mai 2016 weiter fortgesetzt. Ermittelt wurde für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrwertsteuer ein Bundesdurchschnitt von 23,08 EUR/100 kg. Für Milch mit tatsächlichen Inhaltsstoffen ergab sich im Durchschnitt aller Bundesländer ein Preis von 23,21 EUR/100 kg. Dies war der niedrigste Wert seit August 2009. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für biologisch erzeugte Kuhmilch mit standardisierten Inhaltsstoffen lag im Mai 2016 bei 47,29 EUR/100 kg und damit mehr als doppelt so hoch wie die Preis für konventionelle Milch. Der Preisabstand hat einen Rekord von 24,2 EUR/100 kg erreicht. Allerdings gaben auch die Preise für ökologisch erzeugte Milch im Vergleich zum Vormonat nach. (ZMB)



EU: Mehr Milchkühe geschlachtet

13.07.2016 – In der EU sind in den ersten vier Monaten von 2016 mehr Milchkühe geschlachtet worden als in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Von Januar bis April wurden in der EU-28 2,5 Mio. Milchkühe geschlachtet. Das waren rund 135.000 Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Januar hatten die Schlachtzahlen noch unter dem Vorjahresniveau gelegen, um anschließend zuzunehmen. Im April 2016 war der Anstieg mit einem Plus von 12,5 % bzw. 69.000 Tieren am stärksten ausgeprägt. In den Vorjahren waren zu Jahresbeginn keine größeren Schwankungen der Kuhschlachtungen zu beobachten gewesen.
In den meisten EU-Ländern sind mehr Kühe geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum. Ausnahmen stellen Griechenland, Irland, Italien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Schweden dar. Besonders hoch waren die Zuwächse in Bulgarien und Rumänien. Unter den westlichen Ländern waren die Steigerungen in Dänemark, Spanien und Portugal im zweistelligen Prozentbereich. In den Niederlanden haben die Schlachtungen im April 2016 besonders deutlich zugenommen. Auch in Deutschland war die Zunahme im April stärker ausgeprägt als zuvor. (ZMB)

EU: Milchaufkommen weniger expansiv

06.07.2016 – Die expansiven Tendenzen beim Milchaufkommen in der EU haben sich im Mai 2016 weiter abgeschwächt. Im Schnitt wurde das Vorjahresniveau noch um 1,1 % übertroffen. Dies war die niedrigste Steigerungsrate im bisherigen Jahresverlauf. In den ersten fünf Monaten sind im Schnitt 3,9 % mehr angeliefert worden als im Vorjahreszeitraum.
Inzwischen ist in der EU kein flächendeckendes Wachstum mehr zu beobachten. In mehreren Ländern haben sich rückläufige Tendenzen eingestellt. Besonders ausgeprägt war die Abnahme im Mai im Vereinigten Königreich um 4,8 %. Auch in Frankreich, Dänemark und Spanien wurde weniger Milch erfasst als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Das größte Wachstum war in den Niederlanden mit einem Plus von 8,3 % zu beobachten. (ZMB)


Viehzählung Mai 2016: Strukturwandel im üblichen Rahmen

30.06.2016 - Die Zahl der Milchkuhhaltungen belief sich nach Angaben von destatis im Mai 2016 auf 71.302. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt waren das 3.460 bzw. 4,6 % weniger. Trotz der niedrigen Milchpreise bewegte sich die Zahl der Aufgaben damit im Vergleich mit den vergangenen Jahren im üblichen Rahmen. Nur 2014 und 2015 hatten sich weniger Betriebe von der Milchviehhaltung getrennt als üblich. (ZMB)


Vereinigtes Königreich: Bedeutender Nettoimporteur von Butter und Käse

23.06.2016 - Am 23.06.2016 findet im Vereinigten Königreich die Volksabstimmung über den „Brexit“, den Austritt des Landes aus der EU, statt. Gemessen an der Bevölkerung handelt es sich mit 64,875 Mio. Einwohnern um den drittgrößten Mitgliedstaat nach Deutschland und Frankreich. 12,8 % aller EU-Bürger leben in dem Inselstaat. Mit 15,3 Mio. t entfielen 2015 zehn Prozent der Milchanlieferung in der EU auf das Vereinigte Königreich. Diese Menge reichte zur Selbstversorgung nicht aus. Neben Italien ist Großbritannien der größte Nettoimporteur von Milchprodukten unter den EU-Ländern.



Die Milchanlieferung im Vereinigten Königreich war mehrere Jahre in Folge gesunken und erreichte 2009 einen Tiefststand von 13,4 Mio. t. In den Folgejahren nahm das Milchaufkommen wieder zu und stieg bis 2015 auf 15,3 Mio. t. Aktuell bewegt sich die Anlieferung wieder unter dem Vorjahresniveau.
Der Trinkmilchmarkt in Großbritannien ist der größte unter allen EU-Ländern. Fast die Hälfte des Milchaufkommens wird zu Konsummilch verarbeitet. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung in vielen anderen Ländern ist der Markt in den vergangenen Jahren noch weiter gewachsen – mit Ausnahme von 2015, als ein Rückgang der Produktion festzustellen war. Die Expansion des Marktes dürfte mit der wachsenden Bevölkerung zusammenhängen. In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl um etwa fünf Millionen gestiegen. Die Produktionsmengen von Sahne und Joghurt steigen kontinuierlich an, so dass insgesamt mehr als die Hälfte des Milchaufkommens in das weiße Sortiment wandert.
Die Produktion von Milchpulver ist zu Beginn des laufenden Jahrzehnts auf einen Tiefststand gesunken und anschließend wieder gestiegen. Die Butterproduktion unterlang geringeren Schwankungen, steigt aber aktuell an.
Am stärksten gewachsen ist in den vergangenen Jahren der Käsemarkt, wobei die Importe stärker zugelegt haben als die eigene Erzeugung. 2015 beliefen sich die Nettokäseimporte auf 332.000 t. 14 % der Käseimporte entfielen auf Deutschland. Die größten Lieferanten waren Irland und Frankreich. (ZMB)

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