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ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

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  Neu!  ZMB Schnellberichterstattung KW 32

20.08.2026 – In Deutschland nahm die Milchanlieferung Anfang August in Folge der Hitzewelle spürbar ab. Laut Schnellberichterstattung der ZMB sank die Milcherfassung der deutschen Molkereien in der 32. Woche im Vergleich zur Vorwoche um 2,4 %. Der Zuwachs gegenüber der Vorjahreslinie hat sich damit deutlich auf 1,8 % verringert. Es wird weiterhin über niedrige Gehalte an Inhaltsstoffen berichtet. Die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen führen großräumig zu Ernteausfällen bei Grünlandschnitten. Auch der Mais hat teilweise stark gelitten. Regional wird außerdem über vermehrte Fälle des neuentdeckten Shamonda-Virus in Milchviehherden berichtet, die verringerte Milchleistungen zur Folge haben. Aus Frankreich wurde für die 32. Woche ein Rückgang der Milchanlieferung zur Vorwoche von 0,8 % gemeldet, womit die Vorjahreslinie marginal um 0,1 % überschritten worden ist.
Am Markt für flüssigen Rohstoff sind feste Preistendenzen zu beobachten. Industrierahm und Magermilchkonzentrat haben weiter angezogen und werden gut nachgefragt. (ZMB)

ZMB-Schnellberichterstattung      
Auswertung 32. Kalenderwoche 2026 Tonnen %Vw. %Vj. 
Milchanlieferung 612.197 - 2,4%  +1,8% 
Produktion von:      
 - Butter 5.165 + 1,6%  +9,6% 
 - Magermilchpulver 3.744 - 1,1%  - 3,7% 
 - Käse (ohne Schmelz- u. Frischkäse) 29.765 - 1,9%  +6,7% 
Quelle: ZMB        


  
Nachrichten

Neu! Deutschland: Milcherzeugerpreise zuletzt stabil

20.08.2026 – Die Milcherzeugerpreise bewegten sich in Deutschland nach Angaben der BLE auf Basis der Meldeverordnung Milch zuletzt spürbar unter dem Vorjahresniveau. Der leichte Preisanstieg aus den Vormonaten ist im Juni 2026 zum Stillstand gekommen. Im Schnitt wurden für 100 Kilogramm konventionell erzeugte Kuhmilch mit einem Gehalt von 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrwertsteuer 39,02 EUR/100 kg ausgezahlt. Das waren 36,8 % weniger als im Vorjahresmonat. Gegenüber den für Mai gemeldeten 38,98 EUR/100 kg war der Anstieg marginal. Für ökologisch/biologisch erzeugte Kuhmilch mit einem Gehalt von 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß wurden im Berichtsmonat durchschnittlich 64,28 EUR/100 kg ab Hof und ohne Mehrwertsteuer erzielt, was im Vergleich zum Vorjahresniveau einen leichten Rückgang um 1,3 % bedeutet. Bis einschließlich April 2026 hatten sich die Erzeugerpreise über dem Vorjahresniveau bewegt. Gleichwohl ist seit Oktober 2025 hier ein recht moderater Preisrückgang zu beobachten. Ökologisch/biologisch erzeugte Kuhmilch erzielte im Juni durchschnittlich 25,26 EUR/100 kg mehr als konventionell erzeugte Kuhmilch. (ZMB)






EU-27: Wachstum der Milchanlieferung im April etwas schwächer

18.06.2026 – Die Milchanlieferung in der EU-27 war auch im April 2026 weiter expansiv. Mit schätzungsweise 13,46 Mio. t wurden 2,6 % mehr Milch erfasst als im Vorjahresmonat. Dies war die niedrigste Steigerungsrate seit Jahresbeginn. In der Mehrheit der Mitgliedstaaten hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vormonaten verringert. Besonders ausgeprägt war dies in Frankreich der Fall, wo die Zuwachsrate auf 1,2 % geschrumpft ist. In den ersten vier Monaten wurden in der Gemeinschaft im Schnitt 4,3 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. Unter anderen hatten Deutschland (+6,7 %), Frankreich (+4,7 %) und Niederlande (+5,3 %) überdurchschnittliche Steigerungen zu verzeichnen. (ZMB)




Neuseeland: Milcherzeugung im März stärker gewachsen

23.04.2026 – In Neuseeland hat sich das Wachstum des Milchaufkommens im März verstärkt. Mit 1,935 Mio. t wurden 9,7 % mehr Milch erzeugt als im Vorjahresmonat. Damit war der saisonale Anstieg schwächer ausgeprägt als in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Im ersten Quartal von 2026 hatte belief sich das Milchaufkommen auf 6,34 Mio. t und war um 5,5 % höher als im gleichen Zeitraum von 2025. Das Niveau von 2024 wurde kalenderbereinigt sogar um 7,1 % übertroffen. Die Erzeugung von Milchinhaltsstoffen wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,3 % und im Vergleich zu den ersten drei Monaten von 2024 kalenderbereinigt um 9,0 %. In den ersten zehn Monaten der neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres sind mit 10,82 Mio. t 3,4 % mehr Milch als im Vergleichszeitraum erzeugt worden. An Milchinhaltsstoffen waren es 4,2 % mehr. Derzeit zeichnet sich für 2026 eine hohe Wahrscheinlichkeit für starkes El-Nino-Ereignis ab. Falls es tatsächlich eintrifft, könnte die Milcherzeugung durch Dürre und Hitze im späteren Jahresverlauf gedämpft werden. (ZMB).




Italien: Milchaufkommen erreicht 2025 neuen Rekord

26.03.2026 – Die Anlieferung von Kuhmilch in Italien hat 2025 einen neuen Allzeitrekord erreicht. Sie stieg auf 13,4 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 1,8 % höher als im Vorjahr. Die Steigerung hat sich vor allem auf die zweite Jahreshälfte konzentriert. Im Dezember wurde der stärkste Zuwachs im Jahresverlauf mit einem Plus von 6,0 % registriert. 2024 war der wachsende langfristige Trend kurzfristig unterbrochen gewesen. Seit dem Ende des Quotensystems im Jahr 2015 ist die Milchanlieferung in Italien um rund 2,2 Mio. t gestiegen. (ZMB)



EU-27: Milchanlieferung 2025 im Schnitt um 1,9 % gestiegen

27.02.2026 – Die Milchanlieferung in der EU-27 ist 2025 nach einer Hochrechnung der ZMB auf voraussichtlich 148,5 Mio. t gestiegen. Das war die höchste Milchmenge in der Gemeinschaft seit dem Brexit. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich kalenderbereinigt eine Steigerung um 1,9 %. Mengenmäßig betrachtet belief sich die Zunahme auf 2,4 Mio. t. Die Zunahme hat sich vor allem auf das zweite Halbjahr konzentriert. Im vierten Quartal war die Steigerung mit einem durchschnittlichen Plus von 5,4 % am stärksten ausgeprägt. Im Dezember wurden 5,6 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. (ZMB).



Neu! Deutschland: Im November 2025 mehr Milchkühe gezählt

19.12.2025 – Der langjährige rückläufige Trend des Milchkuhbestandes in Deutschland ist 2025 unterbrochen worden. Im November 2025 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (destatis) in Deutschland 3,597 Mio. Milchkühe gezählt. Das waren 0,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Erstmals seit 2014 ist die Zahl der Milchkühe wieder leicht gestiegen. 2024 waren die Kuhzahlen aufgrund von massiven Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit überdurchschnittlich stark um 3,3 % gesunken. Weiter zurückgegangen ist im laufenden Jahr die Zahl der Milchkuhhaltungen. Sie hat sich im Stichmonat auf 47.157 belaufen und war um 3,1 % niedriger als vor Jahresfrist. (ZMB).



USA: Milcherzeugung auf Wachstumskurs

20.11.2025 – Die expansiven Tendenzen im Milchmarkt in den USA haben sich zuletzt verstärkt. Im September 2025 wurden 8,61 Mio. t Milch erzeugt und damit 4,0 % mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten neun Monaten von 2025 stieg das Milchaufkommen auf 78,73 Mio. t und war kalenderbereinigt um 2,3 % höher als im Vorjahreszeit. Im dritten Quartal hat die Erzeugung mit einem Zuwachs von 3,8 % stärker an Fahrt aufgenommen. Die Milchviehherde wurde seit Jahresanfang zunehmend aufgestockt. Seit April ist sie größer als 2023 um die gleiche Zeit und zuletzt so groß wie seit 1993 nicht. Im September wurden 9,58 Mio. Milchkühe gezählt. Das waren beachtliche 2,4 % mehr als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Die Milchleistung war im September um 1,5 % höher als vor einem Jahr.

Die 24 für die Milchleistung wichtigsten Staaten hatten in den ersten neun Monaten einen kalenderbereinigten Zuwachs der Milcherzeugung von 2,5 % zu verzeichnen. Die Entwicklung in den fünf milchreichsten Staaten war uneinheitlich. Während für Kalifornien ein leichter Rückgang von 0,3 % gemeldet worden ist, legte die Milcherzeugung in Idaho (+7,9 %), New York (+2,8 %), Texas (+8,1 %) und Wisconsin (+0,6 %) zu. (ZMB)




EU: Milchanlieferung im August unerwartet stark gestiegen

30.10.2025 – Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung in der EU ist im laufenden Jahr seit August wesentlich schwächer ausgeprägt als für die Jahreszeit üblich. Im August 2025 wurden nach einer Hochrechnung der ZMB im Schnitt 3,3 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. In fast allen Mitgliedstaaten wurde das Vorjahresniveau zuletzt übertroffen, nachdem im ersten Halbjahr in einer Reihe von Ländern mit bedeutenden Milchmengen noch Rückgänge verzeichnet worden waren. Deutliches Wachstum wurde für den August unter anderem aus Deutschland (+2,1 %), den Niederlanden (+4,9 %), Frankreich (+4,0 %) und Polen (+4,9 %) gemeldet. Im Juli hatte sich das Wachstum noch auf 0,8 % belaufen. In den ersten acht Monaten von 2025 war das Milchaufkommen in der EU kalenderbereinigt um 0,5 % umfangreicher als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)




Niederlande: Im August ungewöhnlich viel Milch

25.09.2025 – In den Niederlanden wich die Milchanlieferung im August 2025 deutlich vom üblichen saisonalen Verlauf in den Vorjahren ab. Die Milchmenge ist im Vergleich zum Vormonat Juli nicht saisonal gesunken, sondern sogar marginal gestiegen und hat damit gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8 % zugelegt. Damit wurde auch die Vergleichsmenge aus dem August 2023 um 0,8 % überschritten. Die Entwicklung dürfte maßgeblich auf verzögerte Abkalbungen als Spätfolge der Blauzungenkrankheit im Sommer 2024 zurückzuführen sein, die mit günstigen Wetter- und Futterbedingung sowie vergleichsweise hohen Margen in der Milchproduktion zusammengetroffen sind. Im Zeitraum Januar bis August 2025 war die Milchanlieferung mit 9,24 Mio. t um kalenderbereinigt 0,2 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Im Kalenderjahr 2025 dürfte das Milchaufkommen voraussichtlich das Vorjahresniveau übertreffen. (ZMB)




Irland: Wachstum der Milchanlieferung etwas abgeschwächt

14.08.2025 – Die Milchanlieferung in Irland war im Juni 2025 weiter expansiv und hat sich über dem Niveau der beiden vorangegangenen Jahres bewegt. Die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr hat sich im Juni auf immer noch beachtliche 4,9 % verringert. Am höchsten war die Steigerung im April ausgeprägt gewesen. Im ersten Halbjahr von 2025 erfassten die Molkereien auf der grünen Insel 4,79 Mio. t Milch, womit die Vorjahresmenge kalenderbereinigt um 7,6 % und die im ersten Halbjahr von 2023 aufgenommene Menge um 1,9 % überschritten worden sind. Die Produktion von Konsummilch wurde im Zeitraum Januar bis Juni 2025 gegenüber dem Vergleichszeitraum leicht um 0,4 % reduziert. An Butter wurden 4,7 % mehr erzeugt. Für Januar und Februar 2025 liegen keine Daten zur Herstellung von Magermilchpulver vor. Von März bis Juni war die Produktion von Magermilchpulver um 44,5 % umfangreicher als im gleichen Zeitraum von 2024. (ZMB)




EU-27: Im April mehr Milch angeliefert

26.06.2025 – Die Milchanlieferung in der EU-27 war im April 2025 war erstmals seit Jahresbeginn höher als im Vorjahresmonat und insgesamt höher als erwartet. Nach einer Schätzung der ZMB wurden im April 1,0 % mehr Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Besonders stark ausgeprägt war der Anstieg in Irland. Auch in Frankreich wurde die Vorjahreslinie im April erstmals im laufenden Jahr übertroffen. In Deutschland hat sich der Rückstand gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich verringert. In den ersten vier Monaten von 2025 war die Milchanlieferung im Tagesdurchschnitt um 0,3 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Milchmarkt 2024: Weniger Milch, Preise gestiegen

09.05.2025 – Für den Milchmarkt in Deutschland 2024 liegen nun weitere Daten vor. Lesen Sie einen Rückblick auf die wichtigsten Entwicklungen im vergangenen Jahr. (ZMB)
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Deutschland: Mehr Käse, weniger Milchpulver exportiert

06.03.2025 – Die Ausfuhren der deutschen Milchwirtschaft haben sich 2024 je nach Produktkategorie uneinheitlich entwickelt. Teils kam es zu Steigerungen und teils zu Rückgängen. Zuwächse hat das Statistische Bundesamt bei loser Milch und Sahne, Käse, Joghurt, Milchmischgetränken, Butterreinfett, Kaseinat und Laktose ermittelt. Verringert haben sich hingegen die Ausfuhren von abgepackter Milch und Sahne, Kondensmilch, Voll- und Magermilchpulver, Butter, Kasein und Molkenpulver. (ZMB)



Deutschland: Milchkuhbestand stärker gesunken

16.01.2025 – Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung in Deutschland hat sich 2024 beschleunigt. Das geht aus den Daten, die das Statistische Bundesamt (destatis) Ende 2024 zur Viehhaltung veröffentlicht hat, hervor. Die Milchkuhherde ist stärker geschrumpft als in den Vorjahren.



2024 ist die Zahl der Milchkühe auf einen neuen Tiefstand gesunken. Laut destatis wurden im November 2024 im Bundesgebiet noch 3,589 Mio. Milchkühe gezählt. Das waren 3,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Damit hat sich die Abnahmerate, die bereits im Vorjahr mit 2,5 % überdurchschnittlich gewesen war, nochmals verstärkt. Zu dem beschleunigten Herdenabbau dürfte die Blauzungenkrankheit, die sich seit der Jahresmitte in Deutschland stärker ausgebreitet hat, mit beigetragen haben, da sie zu Tierverlusten geführt hat. Regional war die Abnahme des Milchviehbestandes unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Zahl der Milchviehhaltungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 % auf 48.649 und damit erstmals bei einer November-Zählung unter die Marke von 50.000. Seit 2009 hat sich die Zahl der Ställe damit etwa halbiert. Die durchschnittliche Zahl der Milchkühe je Betrieb ist auf 73,8 Tiere weiter gestiegen. (ZMB)

 EU: Freihandelszone mit Mercosur-Staaten beschlossen

12.12.2024 – Am 6. Dezember 2024 haben sich die EU und die vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay nach mehr als 25 Jahren der Verhandlungen auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Bolivien ist seit Sommer 2024 Mitglied der Gruppe, aber zunächst nicht Teil des Abkommens mit der EU. Durch den Vertrag entsteht, sofern er ratifiziert wird, eine Freihandelszone mit mehr als 715 Mio. Einwohnern. Vor allem der Abbau von Handelsschranken ist vorgesehen. Die Zölle auf mehr als 90 Prozent aller zwischen den Wirtschaftsräumen gehandelten Waren sollen entfallen. Der Handel mit Agrarprodukten wird nicht vollständig liberalisiert. Für sensible Produkte wie Rindfleisch, Geflügel, Ethanol und Zucker sind Einfuhrquoten in die EU vorgesehen. Für Milchprodukte aus der EU ist der Mercosur bereit, nach Übergangsfristen zollfreie Quoten für 30.000 t Käse, 10.000 t Milchpulver und 5.000 t Säuglingsnahrung zu gewähren. Bislang ist der Warenaustausch mit Milchprodukten zwischen den beiden Wirtschaftsräumen sehr gering, wie die nachstehende Aufstellung zeigt. Hauptsächlich exportiert die EU-27 Käse in die Mercosur-Länder. 2023 entfielen aber lediglich 0,2 % der Käseausfuhren der EU auf diese Länder. Dabei war Brasilien der größte Abnehmer. Importe von Milchprodukten aus den Mercosur-Ländern in die EU finden praktisch nicht statt.


Mit Brasilien ist das bevölkerungsreichste Mercosur-Land ein Nettoimporteur von Milchprodukten. Argentinien und Uruguay sind hingegen wichtige Nettoexporteure und aktuell die Hauptlieferanten für Brasilien. (ZMB)

 Neu! EU: USA wichtiger Exportmarkt für Milchprodukte

07.11.2024 – In den USA steht inzwischen fest, dass der Republikaner Donald Trump als nächster Präsident gewählt worden ist. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, Importzölle auf alle Produkte einführen zu wollen. Für die EU-27 sind die USA ein wichtiger Exportmarkt für Käse, Butter und Kasein. Der Anteil der USA an den Gesamtausfuhren der EU lag 2023 bei Butter bei 18 %, bei Käse bei 9 %, bei Kasein bei 26 % und bei Kaseinat bei 27 %. In den ersten acht Monaten von 2024 sind die Exporte der europäischen Milchwirtschaft in Richtung USA gestiegen. Lediglich bei Kaseinaten war ein Rückgang festzustellen. Butter wird in die USA vor allem aus Irland geliefert. Bei Käse haben Italien und Frankreich die größten Anteile, während deutscher Käse im Vergleich weniger bedeutend ist. 2019 hatten die USA im Zuge des Boing-Airbus-Subventionsstreites Strafzölle auf bestimmte europäische Käse und weitere Lebensmittel verhängt, die 2021 unter Biden für fünf Jahre ausgesetzt worden sind. Das Exportgeschäft ist damals weiter im Gang geblieben. (ZMB)




Neuseeland: Milcherzeugung weiter über Vorjahresniveau

24.10.2024 – In Neuseeland bewegt sich die Milcherzeugung seit Juli 2024 bei günstigen Bedingungen für den Grasaufwuchs über der Vorjahreslinie. Im September, dem Monat vor der Saisonspitze, wurden 4,1 % mehr Milch erzeugt als im Vorjahresmonat. Das war die höchste Menge in einem September nach 2020. Damals hatte sich das Aufkommen sogar auf 2,7 Mio. t belaufen. In den ersten vier Monaten des neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres wurden 4,56 Mio. t Milch und damit 5,4 % mehr als im Vergleichszeitraum erzeugt. Auch für diesen Zeitraum handelt es sich um die höchste Erzeugung nach 2020. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen des Kalenderjahres 2024 12,93 Mio. t Milch erzeugt, was im Tagesdurchschnitt 0,6 % mehr war als im gleichen Zeitraum von 2023. (ZMB)




EU: Milchanlieferung im Juli unter Vorjahresniveau

26.09.2024 – Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung war im Juli 2024 stärker ausgeprägt als im Vorjahr. Erstmals seit Januar des laufenden Jahres wurden im Juli wieder geringere Milchmengen erfasst als im Vorjahresmonat. Die Vorjahreslinie wurde im Juli im Schnitt nach einer Hochrechnung der ZMB um 0,7 % unterschritten. Ursachen für die Abschwächung des Milchaufkommens dürften sommerliche Hitze in weiten Teilen Europas, teilweise Trockenheit und die zunehmende Ausbreitung der Blauzungenkrankheit im Nordwesten Europas gewesen sein. Die Tierseuche, die bei erkrankten Kühen die Milchleistungen senkt, hatte sich im Herbst 2023 bereits in den Niederlanden ausgebreitet und hat sich im Laufe des diesjährigen Sommers auch stärker auf die angrenzenden Länder, insbesondere in Deutschland und Belgien übergegriffen. In den ersten sieben Monaten von 2024 ist die Milchanlieferung in der EU-27 kalenderbereinigt um 0,2 % höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)




EU: Stabile Käsemengen und mehr Molkenpulver exportiert

29.08.2024 – Die Exporte der EU-27 von Milchprodukten haben sich im ersten Halbjahr von 2024 uneinheitlich entwickelt. Die Ausfuhren von Käse und damit des wichtigsten Exportartikels sind auf dem Niveau von 2024 stabil geblieben. Die größten Abnehmer von Käse waren das Vereinigte Königreich, die USA, Japan und die Schweiz. Auf das Vereinigte Königreich entfielen 31 % der Gesamtmenge, bei einem leichten Rückgang der Lieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 %. In den USA konnte eine kräftige Steigerung um 14,4 % auf 65.879 t generiert werden, während in Japan eine Einbuße um 20,9 % auf 40.686 t hingenommen werden musste. In die Schweiz wurden 5,9 % mehr Käse geliefert als in der ersten Jahreshälfte von 2023.



Die Butterexporte sind gegenüber 2023 leicht gesunken. Sie haben sich aber über dem Niveau von 2022 behauptet. Die Ausfuhren von Vollmilchpulver und Magermilchpulver sind niedriger ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Bei Vollmilchpulver wurde auch der Stand von 2022 im laufenden Jahr unterschritten, wohingegen dieser bei Magermilchpulver übertroffen worden ist. An Magermilchpulver wurden im Beobachtungszeitraum mit 389.579 t 8,7 % weniger exportiert als in den ersten sechs Monaten von 2023. Mit einem Anteil von etwas mehr als einem Viertel war Algerien der größte Absatzmarkt – mit einer Steigerung um 8,6 %. Die nächstgrößeren Abnehmer waren Ägypten, Saudi-Arabien, die Philippinen und Marokko. Während die Lieferungen nach den Philippinen (+91,5 %), und Indonesien (+26,3 %) gesteigert werden konnten, war in China ein Rückgang um 66,8 % auf 16.233 t zu verkraften. Damit ist China vom zweiten Rang im Vorjahr auf den siebten Platz im laufenden Jahr abgestiegen. Nur die Exporte von Molkenpulver konnten im zweiten Jahr in Folge ausgeweitet werden. Kondensmilch hat sich auf dem höheren Stand des Vorjahres behaupten können. An Milch und Sahne wurden im zweiten Jahr in Folge niedrigere Mengen exportiert.



Uneinheitlich waren die Tendenzen auch bei den Importen der EU. Die Buttereinfuhren sind deutlich gesunken und haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast halbiert. An Käse wurden höhere Mengen importiert als in den beiden Vorjahren. Auch die Einfuhren von Voll- und Magermilchpulver haben zugelegt, wenn auch ausgehend von einem niedrigen Niveau. An Käse etwas umfangreichere Mengen aus Drittländern bezogen. Etwas größere Mengen wurden an Milch und Sahne eingeführt, wobei das Vereinigte Königreich hier der dominierende Lieferant ist. (ZMB)


EU-27: Mehr Käse, weniger Milchpulver exportiert

25.07.2024 – In den ersten fünf Monaten von 2024 haben sich die Exporte der Milchwirtschaft der EU-27 auf den Weltmarkt uneinheitlich, überwiegend aber rückläufig entwickelt. Während an Käse und Molkenpulver höhere Mengen als im Vorjahreszeitraum an den internationalen Märkten abgesetzt werden konnten, mussten bei Butter und Milchpulver Rückgänge hingenommen werden. Die Ausfuhren an Kondensmilch blieben auf dem Vorjahresniveau fast stabil. Bei flüssiger Milch und Sahne ist seit 2022 ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. Die Käseexporte beliefen sich in den ersten fünf Monaten auf 559.697 t. Sie waren damit um 1,5 % höher als im Vorjahreszeitraum und höher als in allen Vorjahren in dieser Zeitspanne. Die drei wichtigsten Destinationen waren das Vereinigte Königreich (+0,4 %), die USA (+17,7 %) und die Schweiz (+8,4%). Damit hat die Schweiz Japan, wo eine Einbuße von 22,5 % zu verzeichnen war, als drittgrößten Markt abgelöst. Auch die Lieferungen nach Südkorea sanken deutlich um 18,0 %. Die Ausfuhren von Molkenpulver stiegen um 7,2 % auf 301.000 t. Nur 2021 waren die Mengen im gleichen Zeitraum noch größer gewesen. Größter Abnehmer von Molkenpulver aus der EU war erneut China mit einem Marktanteil von 27 % und einer leichten Abnahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 %. Die nächstgrößten Märkte waren Indonesien (+12,1 %), Malaysia (+35,9 %) und Thailand (+12, 8 %). An Magermilchpulver wurden 5,9 % weniger und an Butter einschließlich Butteröl in Butterwert 3,9 % weniger außerhalb der Gemeinschaft abgesetzt als im Vorjahreszeitraum, aber jeweils größere Mengen als im Vergleichszeitraum von 2022. Anders war die Situation bei Vollmilchpulver mit einem größeren Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einer Unterschreitung der Vergleichsmengen von 2022. (ZMB)



Australien: Milcherzeugung über Vorjahreslinie

13.06.2024 – In Australien bewegt sich die Milcherzeugung seit Mai 2023 über der Vorjahreslinie. Im April 2024 wurde ein Anstieg um 2,5 % registriert. In den ersten vier Monaten von 2024 wurden mit 2,59 Mio. t Milch 3,9 % mehr erzeugt als im Vorjahreszeitraum und ebenso viel wie im gleichen Zeitraum von 2022. In den ersten zehn Monaten des australischen Milchwirtschaftsjahres 2023/24 belief sich das Milchaufkommen auf 7,35 Mio. t. Das waren um den Schalttag korrigiert 2,7 % mehr als im Vergleichszeitraum des Milchwirtschaftsjahres 2022/23. (ZMB)



EU: Freihandelsabkommen mit Neuseeland tritt in Kraft

02.05.2024 – Am 1. Mai 2024 tritt das Freihandelsabkommen zwischen der EU-27 und Neuseeland und damit zwischen den zwei größten Nettoexporteuren von Milchprodukten der Welt in Kraft. Die beiden Hauptanbieter von Milchprodukten am Weltmarkt verfügen allerdings über ein sehr unterschiedliches eigenes Potenzial an Verbrauchern. Während in der EU mehr als 450 Millionen Menschen leben, sind es in Neuseeland lediglich gut fünf Millionen.


Für die Exporte Neuseelands von Milchprodukten in die EU kommt es zu Erleichterungen, aber nicht zu einer vollständigen Liberalisierung. Für Butter, Käse, Milchpulver und bestimmte Proteinerzeugnisse sind Importquoten ausgehandelt worden, die über einen Zeitraum innerhalb von sieben Jahren nach Start des Freihandels ihren vollen Umfang erreichen. Mit Ausnahme von Käse werden für Lieferungen innerhalb der Quoten Zölle erhoben, die teilweise jährlich abgesenkt werden. In den letzten Jahren sind die Einfuhren der EU von Milchprodukten aus Neuseeland gesunken. Nach einem Tiefststand im Jahr 2020 kam es wieder zu leichten Steigerungen, wie die nachstehende Grafik zeigt. Vor allem Butter, Butteröl und Kasein werden aus Neuseeland bezogen. Die Käseimporte sind seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts stark zurückgegangen. Ob Neuseeland die ausgehandelten Importquoten vollständig nutzen wird, wird voraussichtlich auch davon abhängen, wie sich seine Absatzmöglichkeiten in anderen Exportmärkten entwickeln werden. (ZMB)


EU-27: Milchkuhbestand 2023 stärker geschrumpft

04.04.2024 – Der Milchkuhbestand in der EU-27 ist 2023 weiter seinem sinkenden Trend gefolgt. Insgesamt wurden am Jahresende 19,735 Mio. Häupter gezählt. Damit wurde die Marke von 20 Mio. Milchkühen erstmals unterschritten. Der Bestand sank im Schnitt um 1,7 % und damit wesentlich stärker als im Vorjahr um 0,7 %. Es handelte sich um die stärkste Reduzierung der Milchviehherde seit 2018. In der ehemaligen EU-15 ohne das Vereinigte Königreich wurde die Zahl der Milchkühe überdurchschnittlich um 2,0 % verringert, während in den zehn Ländern, die der Union 2014 beigetreten sind, ein marginaler Anstieg um 0,1 % zu beobachten war. In den drei jüngsten Mitgliedsländern Rumänien, Bulgarien und Kroatien wurden 2,1 % weniger Tiere gezählt.



Innerhalb der EU war die Entwicklung recht uneinheitlich. In einer Minderheit der Länder, nämlich in Tschechien, Zypern, Polen und Slowenien ist der Kuhbestand aufgestockt worden. Auf das Milchaufkommen dürfte sich vor allem der Anstieg in Polen um 1,5 % auswirken. Bis 2021 waren die Kuhzahlen in dem osteuropäischen Land gesunken. Seit 2022 steigen sie wieder. In Irland ist die Zahl der Milchkühe auf dem Niveau von Ende 2022 stabil geblieben. In den übrigen Ländern kam es zu unterschiedlich stark ausgeprägten Bestandsreduktionen. In den beiden milchreichsten Ländern Deutschland (- 2,5 %) und Frankreich (- 2,1 %) ist die Anzahl der Milchkühe überdurchschnittlich stark gesunken. In Italien war der Rückgang mit 3,1 % noch stärker ausgeprägt. In den Niederlanden ist die Milchviehherde nach einer vorübergehenden Stabilisierung im Vorjahr wieder um 1,5 % verkleinert worden. Besonders stark sanken die Kuhzahlen in den osteuropäischen Ländern Bulgarien, Lettland und Litauen. Kroatien war das Land mit dem stärksten Rückgang und das einzige mit einer zweistelligen Abnahmerate. (ZMB)


China: Milcherzeugung 2023 kräftig gewachsen

14.03.2024 – Die Milcherzeugung in China ist 2023 nach offiziellen Angaben erneut kräftig gewachsen. Die Gesamtmilchproduktion belief sich nach Angaben des Statistischen Amtes auf 41,97 Mio. t und hat damit erstmals die Marke von 40 Mio. t übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Milchaufkommen um beachtliche 6,7 %. Seit 2019 ist in dem asiatischen Land, das der größte Importeur von Milchprodukten weltweit ist, ein starkes Wachstum der heimischen Milchproduktion zu beobachten. Zwischen 2019 und 2023 wuchs die Milchmenge um 10 Mio. t. 2016 und 2017 war die Entwicklung noch rückläufig gewesen. (ZMB)