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ZMB - Zentrale Milchmarkt Berichterstattung GmbH, Berlin

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  Neu!  ZMB Schnellberichterstattung KW 25

05.07.2018 – Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung in Deutschland wurde in der 25. Woche bei kühleren Temperaturen kurzfristig unterbrochen. Nach der Schnellberichterstattung der ZMB erfassten die Molkereien 0,4 % mehr Milch als in der Vorwoche. Der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie ist damit wieder auf 1,9 % gestiegen. Es wird aber anhaltend über ungewöhnlich niedrige Gehalte an Inhaltsstoffen berichtet. In Frankreich wurden zuletzt ebenfalls 1,9 % mehr angeliefert als in der Vorjahreswoche. (ZMB)

ZMB-Schnellberichterstattung      
Auswertung 25. Kalenderwoche 2018 Tonnen %Vw. %Vj. 
Milchanlieferung 621.642 + 0,4%  +1,9% 
Produktion von:      
 - Butter 4.827 - 12,0%  -6,6% 
 - Magermilchpulver 4.363 + 9,2%  +7,4% 
 - Käse (ohne Schmelz- u. Frischkäse) 25.030 + 3,7%  +4,4% 
Quelle: ZMB     © ZMB

  

Nachrichten

Neu! Polen: Milchanlieferung weiter expansiv

05.07.2018 – Die Milchanlieferungen an die polnischen Molkereien waren im Mai 2018 weiter expansiv. Mit 1,08 Mio. t wurden 3,5 % mehr Rohstoff erfasst als im Vorjahresmonat. Dies war die größte Steigerungsrate in einem Monat seit Januar 2018. In den meisten Jahren erreicht das Milchaufkommen im Juni das Saisonhoch und damit etwas später als in den westlichen EU-Ländern. Seit Jahresbeginn ist die Milchmenge in Polen um durchschnittliche 3,1 % gestiegen. Die Butterproduktion stieg im gleichen Zeitraum deutlich um 11,1 %. Kräftig erhöhte sich auch die Käseerzeugung, die um 4,1 % gestiegen ist. (ZMB)



Deutschland: Weniger Milchkühe, weniger Haltungen

28.06.2018 - Im Mai 2018 wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 4,167 Mio. Milchkühe gezählt. Das waren 1,1 % weniger als ein Jahr zuvor und 0,8 % weniger als im Dezember 2017. Der spürbare Anstieg der Milchanlieferung der deutschen Milcherzeuger in den ersten vier Monaten von 2018 um 3,4 % deutet auf einen überdurchschnittlichen Anstieg der Milchleistungen im laufenden Jahr hin. Seit 2014 ist der Kuhbestand in Deutschland kontinuierlich leicht geschrumpft. Der Strukturwandel hat sich weiter fortgesetzt. Die Anzahl der Milchviehbetriebe nimmt weiter ab, während die Kuhzahl je Betrieb im Schnitt steigt. Im Mai 2018 wurden 63.985 Milchviehhaltungen gezählt. Das waren 5,0 % weniger als ein Jahr zuvor. Im Vorjahr war die Aufgaberate mit -5,6 % etwas höher gewesen. Im Schnitt standen in jedem Stall 65,1 Kühe nach 62,6 Tieren im Mai 2017. Innerhalb von fünf Jahren ist die durchschnittliche Bestandsgröße um rund 13 Tiere gestiegen. (ZMB)



Neuseeland: Milcherzeugung im Milchwirtschaftsjahr 2017/18 stabil

21.06.2018 - Im Milchwirtschaftsjahr 2017/18, das am 31. Mai 2018 zu Ende gegangen ist, wurden in Neuseeland 21,37 Mio. t Milch erzeugt. Dies war im Vergleich zum Vorjahr ein marginaler Zuwachs um 0,1 %. Damit hat sich die Milchmenge nach Rückgängen in den beiden Vorjahren stabilisiert. Der Rekord des Jahres 2014/15 von 21,9 Mio. t ist erneut spürbar unterschritten worden. Im vergangenen Wirtschaftsjahr waren die neuseeländischen Milcherzeuger zeitweise mit schwierigen Witterungsverhältnissen konfrontiert, was besonders im ersten Quartal von 2018 zu Rückgängen der Milchmenge geführt hat. Gegen Saisonende konnten die Abnahmen wieder kompensiert werden. Im Mai schloss die Saison mit einer Produktionssteigerung von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten des laufenden Kalenderjahres belief sich die Milcherzeugung auf 8,39 Mio. t und war damit um 1,0 % niedriger als im Vergleichszeitraum von 2017. Die Erzeugung im neuen Wirtschaftsjahr wird wiederum maßgeblich von den Witterungsverhältnissen beeinflusst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein El-Nino-Phänomen auftritt, das oft mit Dürre in Ozeanien einhergeht, ist zuletzt auf 50 % gestiegen. (ZMB)



Irland: Wetter dämpfte Milchanlieferung im April

07.06.2018 – In Irland hat sich die ungünstige niederschlagsreiche Witterung im April spürbar dämpfend auf das Milchaufkommen ausgewirkt. Mit 839.965 t erfassten die irischen Molkereien 5,9 % weniger Milch als im Vorjahresmonat. Damit dürfte die irische Milchwirtschaft im EU-Vergleich am stärksten von den Wetterkapriolen betroffen gewesen sein. Mit 1,95 Mio. t war die in den ersten vier Monaten angelieferte Menge um 0,9 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. (ZMB) Die Erzeugung im neuen Wirtschaftsjahr wird wiederum maßgeblich von den Witterungsverhältnissen beeinflusst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein El-Nino-Phänomen auftritt, das oft mit Dürre in Ozeanien einhergeht, ist zuletzt auf 50 % gestiegen. (ZMB)



EU: Milchaufkommen im März witterungsbedingt gedämpft

17.05.2018 - Der späte Wintereinbruch im März 2018 hat das Wachstum der EU-Milchanlieferung im März 2018 ausgebremst. Nach einer Hochrechnung der ZMB wurde das Vorjahresniveau im letzten Monat des ersten Quartals von 2018 im Schnitt in der EU-28 lediglich um 0,4 % übertroffen. Im Januar 2018 war man noch mit einer Steigerungsrate von 4,0 % in das neue Jahr gestartet. Im Februar hat sich der Zuwachs bereits auf 2,7 % reduziert. Die Zunahmen haben sich flächendeckend stark verringert. In wichtigen Ländern wie Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Irland wurde das Vorjahresniveau sogar unterschritten. Das Milchaufkommen ist damit hinter den Erwartungen der Marktbeteiligten zurückgeblieben. (ZMB)



Neu! Irland: Wetter dämpfte Milchanlieferung im April

07.06.2018 – In Irland hat sich die ungünstige niederschlagsreiche Witterung im April spürbar dämpfend auf das Milchaufkommen ausgewirkt. Mit 839.965 t erfassten die irischen Molkereien 5,9 % weniger Milch als im Vorjahresmonat. Damit dürfte die irische Milchwirtschaft im EU-Vergleich am stärksten von den Wetterkapriolen betroffen gewesen sein. Mit 1,95 Mio. t war die in den ersten vier Monaten angelieferte Menge um 0,9 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



EU: Milchaufkommen im März witterungsbedingt gedämpft

17.05.2018 - Der späte Wintereinbruch im März 2018 hat das Wachstum der EU-Milchanlieferung im März 2018 ausgebremst. Nach einer Hochrechnung der ZMB wurde das Vorjahresniveau im letzten Monat des ersten Quartals von 2018 im Schnitt in der EU-28 lediglich um 0,4 % übertroffen. Im Januar 2018 war man noch mit einer Steigerungsrate von 4,0 % in das neue Jahr gestartet. Im Februar hat sich der Zuwachs bereits auf 2,7 % reduziert. Die Zunahmen haben sich flächendeckend stark verringert. In wichtigen Ländern wie Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Irland wurde das Vorjahresniveau sogar unterschritten. Das Milchaufkommen ist damit hinter den Erwartungen der Marktbeteiligten zurückgeblieben. (ZMB)



EU: China größter Exportmarkt für Milchprodukte

10.05.2018 – Die Milchwirtschaft der Europäischen Union hat 2017 Milchprodukte der Zolltarifstellen 0401 bis 0406 im Wert von 10,64 Mrd. EUR auf den Weltmarkt exportiert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Umsatzsteigerung um mehr als 1,5 Mrd. EUR. Die Zunahme ist sowohl auf höhere Mengen wie auch auf teilweise höhere Produktpreise zurückzuführen. Auch der Rekordwert aus dem Jahr 2014 von 10,2 Mrd. EUR wurde übertroffen. Insgesamt wurden Milcherzeugnisse in 225 verschiedene Länder ausgeführt. Dabei hat sich die Hälfte der Umsätze auf die zehn wichtigsten Abnehmer konzentriert. Der größte Markt für Milchprodukte aus der EU ist derzeit die Volksrepublik China mit einem Marktanteil von 12 % an den Gesamtausfuhren und einem Umsatz von 1,27 Mrd. EUR. Seit 2016 ist China der umsatzstärkste Exportmarkt für die EU-Milchwirtschaft. Bis einschließlich 2013 hatte Russland diese Stellung inne. In den Jahren 2014 und 2015 waren die USA zum größten Abnehmer aufgestiegen. Seit 2015 spielt Dairy World – Marktwoche Milch 19/2018 Seite 5 Russland als Zielmarkt nahezu keine Rolle mehr. Die USA lagen 2016 und 2017 auf dem zweiten Rang. Nach Algerien gingen 2017 wertmäßig betrachtet 5 % der milchwirtschaftlichen Exporte. Weitere wichtige Abnehmer waren Japan, Saudi-Arabien, die Schweiz und Südkorea. (ZMB)



Neuseeland: Milcherzeugung weiter unter Vorjahr

26.04.2018 - In Neuseeland bewegt sich die Milcherzeugung seit Dezember 2017 kontinuierlich unter dem Vorjahresniveau. Im März blieb die Milchmenge mit 1,87 Mio. t um 1,5 % unter der Vorjahreslinie, obwohl sich die Witterungsverhältnisse seit der Dürre im Dezember wieder verbessert haben. Im Januar war der Rückgang des Milchaufkommens mit einem Minus von 4,9 % am größten gewesen. Das erste Quartal von 2018 ging mit einer Milcherzeugung von insgesamt 6,04 Mio. t zu Ende, was 2,9 % weniger war als im Vorjahreszeitraum. In den ersten zehn Monaten des neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres wurden mit 19,01 Mio. t 0,3 % weniger Milch erzeugt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (ZMB)




 USA: Milchpreisrückgang erwartet

19.04.2018 - Das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziert für das Kalenderjahr 2018 einen Rückgang der Milchpreise auf rund 35 USD/100 kg. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 10 % und wäre der niedrigste Milchpreis seit 2009. Das Niveau von 2016 würde leicht unterschritten. Umgerechnet entspricht die Prognose bei aktuellen Wechselkursen einem Milchpreis von 28,3 EUR/100 kg. Der amerikanische Milchmarkt ist derzeit von einem reichlichen Angebot an Milch und nach Presseberichten einem verstärkten Strukturwandel gekennzeichnet. Dennoch rechnet das Ministerium mit einem Anstieg der Milcherzeugung im laufenden Kalenderjahr um 1,6 %. (ZMB)




Deutschland: Blockbutter stark steigend

12.04.2018 - Der Markt für Blockbutter ist nach Ostern kräftig in Bewegung gekommen. Nachdem bereits unmittelbar nach den Osterfeiertagen eine Belebung der Nachfrage bei festeren Preisen zu beobachten war, haben sich das Kaufinteresse wie auch die Preissteigerungen in der zweiten Aprilwoche verstärkt. In Kempten wurde die Notierung für Blockbutter am 11.04.2018 auf 5,20 bis 5,70 EUR/kg angehoben. Das ist die höchste Preisfeststellung seit Oktober 2017. Offensichtlich haben viele Einkäufer in der Hoffnung auf sinkende Preise die Zeit nach Ostern abgewartet. Die Anfragen von Seiten der Industrie wie auch von Händlern haben deutlich zugenommen. Es besteht bei den Käufern noch größerer Bedarf für das zweite Quartal. Dem steht ein geringes Angebot gegenüber, da die Hersteller die verfügbaren Mengen überwiegend bereits verkauft haben. Hinzu kommt, dass das Angebot aus Irland wegen witterungsbedingten Engpässen bei der Futterversorgung reduziert ist. Die Preise für Industrierahm haben in den letzten Tagen stark angezogen, was zu steigenden Forderungen für Blockbutter führt. Für das zweite Halbjahr 2018 besteht ebenfalls umfangreiches Kaufinteresse. Hier sind aber die Hersteller weiter abwartend mit Abschlüssen, zumal die Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung zuletzt noch zugenommen hat. Ruhig ist das Exportgeschäft nach Drittländern. Es werden noch bestehende Kontrakte bedient. Neue Aufträge kommen derzeit aber kaum zu Stande. (ZMB)




 Deutschland: Milchpreise 2017 auf Drei-Jahres-Hoch gestiegen

05.04.2018 - Die Auszahlungspreise der deutschen Molkereien für Kuhmilch sind 2017 kräftig gestiegen und haben mit Abstand den höchsten Stand der vergangenen drei Jahre erreicht. Im Bundesdurchschnitt wurden für konventionelle Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß einschließlich der Nachzahlungen 36,19 EUR/100 kg ausgezahlt. Das waren 9,46 EUR bzw. 37 % mehr als im Vorjahr. Dies geht aus den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch hervor. Die Höchststände der Jahre 2013 und 2014 wurden nicht ganz erreicht. Ermöglicht wurde die kräftige Preiserholung 2017 durch Rekordverwertungen für Milchfett.



Die Preise für ökologisch erzeugte Milch stiegen 2017 nochmals leicht um 2 % auf 49,13 EUR/100 kg und erreichten damit ihren höchsten Stand seit der getrennten Erhebung der Preise für Bio-Milch durch die BLE. Der Preisabstand zur konventionellen Milch hat sich normalisiert und ist auf 12,94 EUR/100 kg gesunken. Im Vorjahr hatte die Differenz einen Rekordwert von 21,46 EUR/100 kg erreicht. (ZMB)


EU: 2018 mit höheren Exporten gestartet

29.03.2018 - Die EU konnte im Januar 2018 ihre Ausfuhren von Milchprodukten erneut ausweiten, nachdem 2017 höhere Lieferungen nach Drittländern und ein steigender Marktanteil am Weltmarkt zu beobachten waren. In fast allen Produktkategorien waren Steigerungen zu verzeichnen. Lediglich Vollmilchpulver stellte mit einem Rückgang um 15,6 % eine Ausnahme dar. Während die Lieferungen in den Oman etwas zulegten, kam es in Algerien, China und Saudi-Arabien im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Rückgängen. Gegenüber Januar 2017 konnten die Exporte von Magermilchpulver um 7,3 % auf 62.736 t ausgeweitet werden. 22,6 % der Menge wurden nach Algerien geliefert und damit 74 % mehr als im Vorjahresmonat. Nach Ägypten wurden 25 % mehr als im Vorjahresmonat geliefert. In weiteren wichtigen Zielländern wie Indonesien, Philippinen und China mussten allerdings Einbußen hingenommen werden. Kräftig gestiegen sind die Butterexporte. Butter und Butteröl konnten umgerechnet in Butterwert einen deutlichen Zuwachs um 44,4 % auf 16.670 t zu verzeichnen. Hier waren die USA und Saudi-Arabien die wichtigsten Abnehmer. Nach Saudi-Arabien ging zum Jahresauftakt das Zweieinhalbfache der Vorjahresmenge. Auch Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen größere Mengen ab, während nach Kanada nur noch unbedeutende Mengen exportiert wurden. Die Käseexporte stiegen leicht um 1,7 % auf 63.142 t. Die USA blieben der größte Absatzmarkt, allerdings mit einer Abnahme im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8 %. Auch bei weiteren wichtigen Abnehmern waren Rückgänge zu verkraften. So fielen die Lieferungen nach Japan um 17% und die nach Südkorea um 33 % niedriger aus als im Januar 2017. In der Schweiz, die wieder auf den dritten Rang aufgestiegen ist, konnte hingegen ein Plus um 16 % verbucht werden. An Molkenpulver wurden mit 55.152 t 20,9 % mehr exportiert als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Kondensmilch hatte einen Zuwachs von 23,0 % zu verzeichnen. Die Ausfuhren von Milch und Sahne stiegen um 14,5 % auf 82.063 t, nachdem sie im Vorjahr gesunken waren. Die Einfuhren von Milchprodukten bewegten sich weiter auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Die Butterimporte folgten ihrem rückläufigen Trend und sanken auf unbedeutende 1.125 t. An Käse wurden hingegen mit 4.488 t 10,4 % mehr importiert als im Vorjahresmonat. (ZMB)



Deutschland: Niederlande 2017 größter Exportmarkt

15.03.2018 - Deutschland hat 2017 Milchprodukte der Zolltarifstellen 0401 bis 0406 im Wert von insgesamt 8,57 Mrd. EUR exportiert. Das waren die höchsten Exportumsätze der vergangenen drei Jahre. 7,14 Mrd. EUR wurden in anderen EU-Ländern erzielt und damit 16,7 % der Gesamtumsätze. Die steigenden Umsätze sind zu einem wichtigen Anteil auf die höheren Produktpreise zurückzuführen.
Die fünf wichtigsten Destinationen waren wie im Vorjahr Italien, die Niederlande, Frankreich, Belgien und Österreich. In der Rangfolge kam es aber zu Umverteilungen. Die Niederlande haben 2017 Italien als den traditionell größten Abnehmer deutscher Milchprodukte abgelöst. Mit 1,47 Mrd. wurden in den Niederlanden etwas höhere Umsätze erzielt als in den Drittländern insgesamt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Produkte teilweise über niederländische Häfen weiter exportiert wurden. Italien ist 2017 auf den zweiten Rang abgestiegen, gefolgt von Frankreich, Belgien und Österreich. Frankreich ist vom fünftgrößten Markt im Vorjahr zum drittgrößten aufgerückt. 2016 hatte Österreich den dritten Platz inne.
Unter den Drittländern war wie bereits in den Vorjahren China der wichtigste Absatzmarkt. Hier wurden mit 261 Mio. EUR 18,2 % aller Umsätze außerhalb der EU generiert. Die nächstgrößten Abnehmer in Drittstaaten waren die Schweiz, Südkorea und Japan. Die wertmäßigen Absätze sind in den vier wichtigsten Drittlandsmärkten gestiegen. Einbußen waren hingegen in Saudi-Arabien und in Libyen hinzunehmen. (ZMB)





Kanada: 2017 deutlich mehr Milch angeliefert

08.03.2018 - Die Milchanlieferung in Kanada war 2017 deutlich größer als im Vorjahr. Das Rohstoffaufkommen der Molkereien stieg im Tagesdurchschnitt um 6,5 % auf 9,23 Mio. t. Damit hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren beschleunigt. 2016 hatte sich die Steigerungsrate noch auf 3,5 % belaufen. Seit 2014 ist die Milchmenge in dem nordamerikanischen Land, das weiterhin ein Quotensystem anwendet, um 15 % gestiegen. (ZMB)


EU: 2017 mehr Milchprodukte exportiert, weniger importiert

22.02.2018 - 2017 hat die EU-28 ihre Position am Weltmarkt für Milchprodukte ausbauen und ihre Exporte steigern können. Bei Betrachtung in Milchäquivalenten nahmen die Ausfuhren um 1,3 Mio. t Milch zu. Die Entwicklung in den verschiedenen Produktkategorien war allerdings unterschiedlich. Die Ausfuhren von Magermilchpulver legten im Vergleich zum Vorjahr um 36 % zu und erreichten mit einem Volumen von 778.986 t einen neuen historischen Höchststand. Seit Beginn des laufenden Jahrzehnts haben sie sich mehr als verdoppelt. Die größten Abnehmer waren Algerien, China und Indonesien. Auch die Käseausfuhren erreichten ein neues Allzeithoch. Mit 829.511 t wurden 3,7 % mehr exportiert als im Vorjahr. Rund 17 % der Lieferungen gingen in die USA, die derzeit der wichtigste Zielmarkt sind. Weitere 11 % fanden in Japan Absatz.
Bei den übrigen Produkten waren die Steigerungen weniger ausgeprägt. An Vollmilchpulver wurden 3,1 % mehr ausgeführt als im Vorjahr und das Niveau von 2015 wurde erneut unterschritten. Kondensmilch legte um 13 % im Vergleich zu 2016 zu, blieb aber ebenfalls hinter dem Stand von 2015 zurück. Molkenpulver stieg leicht um 2 %. Teilweise waren auch Rückgänge hinzunehmen. Die Ausfuhren von flüssiger Milch und Sahne schrumpften nach mehreren Jahren des Wachstums zuletzt um 4 %. Die Lieferungen von Butteräquivalenten auf den Weltmarkt sanken bei niedrigem Angebot auf 175.000 t und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Sie blieben allerdings höher als in den Jahren zwischen 2008 und 2014.



Die Importe von Milchprodukten der EU sind im Vergleich zu den Vorjahren 2017 gesunken. Die Butterimporte sanken einschließlich Butteröl in Butterwert auf ein Allzeittief von rund 16.000 t. Um die Jahrtausendwende hatten sie sich auf mehr als 100.000 t jährlich belaufen. Die Käseeinfuhren sanken ebenfalls auf ein historisches Tief. Abgenommen haben auch die Importmengen von Kasein, Vollmilchpulver und Magermilchpulver. Nur an Molkenpulver wurde mehr importiert. (ZMB)

Deutschland: Milchaufkommen stagniert seit drei Jahren

15.02.2018 – Die deutschen Milcherzeuger haben im Kalenderjahr 2017 31,26 Mio. t Kuhmilch an deutsche Molkereien angeliefert, wie aus den Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervorgeht. Das waren 61.140 t weniger als im Vorjahr. Im Tagesdurchschnitt ergibt sich aufgrund des Schalttages im Vorjahr ein marginales Wachstum um 0,1 %. Zusätzlich haben die deutschen Molkereien 2017 0,7 Mio. t Milch (+4,1 %) von Erzeugern aus anderen EU-Ländern erfasst.
Uneinheitlich waren im abgelaufenen Kalenderjahr die Tendenzen bei konventioneller und ökologisch erzeugter Milch. Während die Anlieferung von konventioneller Milch schalttagsbereinigt um 0,4 % geschrumpft ist, war bei Biomilch ein starkes Wachstum um 18,4 % zu beobachten. Der Anteil von Biomilch an der Gesamtanlieferung ist auf 3,0 % gestiegen und näherte sich einem Volumen von 0,939 Mio. t der Marke von 1 Mio. t, die 2018 erstmals überschritten werden dürfte.
In Deutschland hat das Milchaufkommen 2017 im zweiten Jahr in Folge stagniert und sich damit von der Entwicklung in der EU abgekoppelt. EU-weit stieg das Milchaufkommen 2016 um bescheidene 0,4 % zugenommen. 2017 hat sich die Zunahme nach dem aktuellen Datenstand auf 2,1 % vergrößert, getrieben von kräftigen Steigerungen in Irland, dem Vereinigten Königreich, Polen und Italien. (ZMB)



Milchmarkt 2017: Jahr der Butter

15.12.2017 – 2017 folgte am Milchmarkt auf zwei Jahre mit deutlichen Preisrückgängen eine kräftige Erholung, die den Milcherzeugern eine Atempause verschafft hat. Den Hauptbeitrag dazu hat eine zuvor ungekannte Hausse am Buttermarkt geleistet, die die Durchschnittsverwertung der Milch deutlich hat steigen lassen. Gegen Ende 2017 hat an den Produktmärkten allerdings wieder eine Wende eingesetzt, die die Aussichten für 2018 überschattet…

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USA: Milcherzeugung mit neuem Rekord

08.02.2018 - Die Milcherzeugung in den USA nähert sich der-100 Millionen-Tonnen-Marke. Sie belief sich im Kalenderjahr 2017 auf 97,72 Mio. t Milch und hat damit ihren bisherigen Höchststand erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Produktion im Tagesdurchschnitt um 1,7 % zu. Seit Beginn des Jahrtausends ist das Milchaufkommen in den USA um mehr als 20 Mio. t gestiegen. Mit Ausnahme von 2001 und 2009 kam es in diesem Zeitraum allen Jahren zu Steigerungen.
In den letzten Monaten von 2017 hat sich das Wachstum verlangsamt. Im Dezember nahm die Milchmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 % zu, ebenso wie im 4. Quartal. Das größte Wachstum hat im 2. Quartal mit einem Plus von 1,8 % stattgefunden. Der Milchkuhbestand stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % auf 7,39 Mio. Tiere. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh erhöhte sich um 0,7 % auf 10.405 kg.


In den 23 für die Milcherzeugung wichtigsten Staaten legte die Milcherzeugung im Tagesdurchschnitt 2017 um 1,8 % zu. Der Bestand an Milchkühen war hier mit 8,72 Mio. Tieren im Schnitt um 0,8 % umfangreicher als in 2016. (ZMB)

 Deutschland: Anlieferung von Bio-Milch stärker steigend

18.01.2018 - Die Anlieferung von Biomilch in Deutschland ist zunehmend expansiv. Dies geht aus den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch hervor. Seit August 2017 ist der übliche saisonale Rückgang der Biomilchanlieferung ausgeblieben. Vielmehr waren die Milchmengen seither stabil bis leicht steigend. Im November 2017 wurde die Vorjahresmenge um 30,9 % übertroffen. Das war die stärkste Steigerung im Jahresverlauf. Im Tagesdurchschnitt wurden in den ersten elf Monaten von 2017 17,2 % mehr Biomilch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Die angelieferte Menge belief sich auf 851.655 t.
Die Herstellung von Bio-Konsummilch erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 6,1 % auf 322.762 t. An Bio-Butter wurden 14,5 % mehr hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Bei Bio-Käse belief sich das Plus auf 6,8 %. (ZMB)



EU: Milchanlieferung weiter expansiv

11.01.2018 - Im November haben sich die expansiven Tendenzen bei der Milchanlieferung in der EU-28 im Vergleich zum Vorjahresniveau weiter verstärkt. Der saisonale Rückgang war damit schwächer ausgeprägt als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Mit schätzungsweise 12,0 Mio. t wurden im Durchschnitt 5,0 % mehr Milch erfasst als im Vorjahresmonat. Auch das Niveau von 2015 wurde leicht übertroffen. In nahezu allen Mitgliedstaaten kam es zu Steigerungen. In den ersten elf Monaten stieg das Milchaufkommen im Tagesdurchschnitt um 1,4 %. (ZMB)



Deutschland: Weniger Milchkühe gezählt

21.12.2017 - In Deutschland wurden im November 2017 4,199 Mio. Milchkühe gezählt, wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat. Das waren 0,4 % weniger als ein Jahr zuvor und der niedrigste Bestand seit 2012. Im Vergleich zu 2016 mit einer Abnahme um damals 1,6 % hat sich der Bestandsabbau verlangsamt.


Regional waren die Entwicklungen unterschiedlich. Am stärksten gesunken sind die Kuhzahlen im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Bayern und in Mecklenburg-Vorpommern mit Abnahmen von jeweils mehr als einem Prozent. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wurde hingegen geringfügig aufgestockt und in Schleswig-Holstein blieb die Anzahl der Tiere stabil. In den neuen Bundesländern war der Rückgang mit einem Minus von 0,8 % etwas überdurchschnittlich.



Weiter angehalten hat der Strukturwandel in der Milchviehhaltung. Die Zahl der Milchkuhhaltungen ging im Vergleich zum November 2016 um 4,9 % auf 65.782 zurück. Seit Mai 2017 sind 2,3 % der Haltungen aufgegeben worden. Die Bestände je Halter sind damit im Schnitt erneut größer geworden. Im Schnitt standen 63,8 Kühe im Stall, im Vergleich zu rund 40 Tieren vor einem Jahrzehnt. Gestiegen ist die Anzahl der Haltungen ab 100 Kühen, während die Anzahl der kleineren Haltungen gesunken ist. Auf Bestände mit mindestens 100 Milchkühen entfallen inzwischen rund 16 % der Haltungen. Dort stehen knapp 53 % der Milchkühe in Deutschland. (ZMB)

Milchpreise deutlich über Butter-/Milchpulververwertung

07.12.2017 – Im November 2017 hat sich zwischen der Butter-/Magermilchpulver-Verwertung und den Milchauszahlungspreisen wieder eine große Differenz ergeben, nachdem die beiden in den Vormonaten stark zusammengerückt waren. Im November 2017 wurden aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver 32,9 Cent/kg Milch ab Hof mit 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß und ohne Mehrwertsteuer erlöst, wie das ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel ermittelt hat. Der Indikator wird auch als Kieler Rohstoffwert Milch bezeichnet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Verwertung um 6,4 Cent/kg Milch gesunken. Dies ist bei historischer Betrachtung eine ungewöhnlich große Korrektur innerhalb eines Monats. Sie ist vorrangig auf eine deutliche Verringerung der Butterpreise zurückzuführen. Allein abgepackte Butter wurde im November um 1,59 EUR/kg niedriger notiert als im Oktober. Auch die Preise für Magermilchpulver gaben nochmals nach und bewegen sich auf einem historischen Tiefstand. Erfahrungsgemäß entwickeln sich Milchpreise und der Rohstoffwert Milch in die gleiche Richtung, wobei die Ausschläge nach oben und unten bei der Butter-/Magermilchpulver-Verwertung extremer sind. (ZMB)


FAO: Anstieg der Weltmilcherzeugung um 1,4 % erwartet

16.11.2017 - Die FAO prognostiziert in ihrem jährlichen November-Ausblick auf die Agrarmärkte einen Anstieg der weltweiten Milcherzeugung im Jahr 2017 um 1,4 % auf 833,5 Mio. t. Damit wird ein stärkeres Wachstum erwartet als 2016, das mit 0,8 % beziffert wird. Die Steigerungen werden nach Einschätzung der internationalen Organisation in Asien und auf den amerikanischen Kontinenten stattfinden. Für Europa und Afrika erwartet man Stagnation und für Ozeanien einen Rückgang. Die größte Zunahme wird voraussichtlich auf Indien entfallen. Für China rechnet man nach der Abnahme im Vorjahr um etwa 4 % mit einer weiteren leichten Einschränkung um 1 %.
Für den Welthandel mit Milchprodukten wird eine leichte Zunahme um etwa 1 % vorhergesagt. Eine wichtige Rolle soll dabei eine steigende Importnachfrage Chinas spielen. Auch für Russland, Algerien, Australien und eine Reihe von asiatischen Ländern rechnet man mit steigenden Einfuhren. Sinkende Importe werden hingegen u.a. für Brasilien, die USA, die EU, Saudi-Arabien, Oman, die Philippinen und Ägypten erwartet. (ZMB)


EU: Milchanlieferung expansiver

09.11.2017 - Der saisonale Rückgang des Milchaufkommens in der EU war in den vergangenen Monaten schwächer ausgeprägt als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Damit hebt sich die Milchmenge zunehmend vom Vorjahresniveau ab. Im September 2017 wurden nach einer Schätzung der ZMB 3,4 % mehr Milch erfasst als im Vorjahresmonat. In den meisten EU-Ländern ist ein verstärktes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Auch in den Niederlanden wurde die Vorjahreslinie im September wieder überschritten. Ausnahmen stellen einige südöstliche Länder der Gemeinschaft dar, wo sich Rückgänge eingestellt haben, die vermutlich auf extreme Hitze dort im Sommer zurückzuführen waren. Überwiegend wird das Geschehen von im Vergleich zu 2016 deutlich gestiegenen Milchpreisen bestimmt, während im Vorjahr um die gleiche Zeit niedrige Milchpreise in Verbindung mit staatlichen Reduktionsprogrammen Einfluss ausübten. (ZMB)


USA: Expansive Tendenzen etwas abgeschwächt

26.10.2017 - In den USA ist das Milchaufkommen im Vergleich zum Vorjahr seit mehreren Jahren kontinuierlich expansiv. Zuletzt hat sich das Wachstum aber etwas abgeschwächt. Im September 2017 wurden mit 7,79 Mio. t 1,1 % mehr Milch erzeugt als im Vorjahresmonat. Im Juli und August war die Vorjahresmengen mit + 2,0 % bzw. + 2,1 % stärker überschritten worden. Die Milchleistungen legten im September im Schnitt leicht um 0,3 % zu. Gleichzeitig wurden 0,7 % mehr Kühe gehalten als im Vorjahresmonat. In den ersten neun Monaten von 2017 wurde mit 73,65 Mio. t Milch im Tagesdurchschnitt 1,9 % mehr erzeugt als im Vorjahreszeitraum.
In den 23 für die Milcherzeugung wichtigsten Staaten lag der Zuwachs bei der Milcherzeugung bei 1,2 %. Im milchreichsten Staat Kalifornien hat sich der Rückgang 3,4 % vergrößert. Idaho hatte einen leichten Zuwachs von 0,2 % zu verzeichnen. In Wisconsin legte die Milcherzeugung um 0,8 % zu, während sie in New York um 0,4 % zurückging. (ZMB)


Deutschland:  Mehr Vollmilch verbraucht

05.10.2017 - Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkmilch in Deutschland hat sich nach Berechnungen der BLE im Kalenderjahr 2016 auf 52,6 kg belaufen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 1,1 kg. Die Verbrauchsabnahme ist vor allem durch die gestiegene Bevölkerungszahl zu Stande gekommen. Der Gesamtkonsum ist indessen nahezu unverändert geblieben. Der Sahneverbrauch ist hingegen um 200 g auf 6,0 kg je Einwohner gestiegen.
Geändert haben sich in den letzten Jahren die Konsumgewohnheiten bei Trinkmilch, was die Fettstufen betrifft. Der Verbrauch von Vollmilch war 2013 auf einen Tiefststand von 24,2 kg gesunken. Seitdem hat eine Trendwende eingesetzt und bis 2016 stieg er wieder auf 25,7 kg. Der durchschnittliche Konsum von teilentrahmter Milch, die bis 2008 einen Siegeszug erlebt hatte und anschließlich zunächst weitgehend stagnierte, ist seit 2015 stärker rückläufig. 2016 sank er auf 22,9 kg. Seit 2015 ist er wieder niedriger als der von vollfetter Milch, nachdem er jahrelang höher gewesen war. Der Verbrauch von Magermilch spielt in Deutschland nur eine geringe Rolle. Mit 0,6 kg je Bundesbürger stellt diese Variante eher ein Nischenprodukt dar. (ZMB)



Deutschland: Milcherzeugerpreise gestiegen

21.09.2017 - Die Milchpreise in Deutschland sind seit Mai 2017 stärker gestiegen, nachdem sie sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres nahezu seitwärts bewegt hatten. Nach den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch beliefen sich die Auszahlungen der deutschen Molkereien an deutsche Milcherzeuger für konventionelle Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrwertsteuer im Schnitt auf 35,97 EUR/100 kg. Sie haben damit ihren höchsten Stand seit Herbst 2014 erreicht. Im Vergleich zum Tiefststand von 22,83 EUR/100 kg im Juni 2016 haben sich die Preise um mehr als 13 Cent/kg erhöht. Für die kommenden Monate ist vor allem aufgrund der gestiegenen Fettverwertung mit einem weiteren Anstieg der Milchpreise zu rechnen. (ZMB)



Kanada: Exporte von Magermilchpulver deutlich ausgeweitet

17.09.2017 - Kanada hat seine Exporte von Magermilchpulver im ersten Halbjahr von 2017 deutlich ausweitet. Mit 30.883 t wurde mehr als das Vierfache der Vorjahresmenge exportiert. Auch die Menge des Kalenderjahres 2016 wurde bereits deutlich übertroffen. Spürbar zugenommen haben auch die Käseexporte, die um 16,5 % zugelegt haben. Auf vergleichsweise niedrigem Niveau haben sich hingegen die Ausfuhren von Butter und Vollmilchpulver bewegt. Deutlich zugenommen haben auch die Exporte von Molkenprodukten. Nachdem sie in 2016 um 11,7 % gewachsen waren, wurde im ersten Halbjahr von 2017 ein Anstieg von 70 % beobachtet. Allerdings liegen hier keine detaillierten Daten vor. (ZMB)



Neuseeland: Weniger Milchprodukte exportiert

31.08.2017 - Neuseeland hat im ersten Halbjahr von 2017 weniger Milchprodukte exportiert als im Vorjahreszeitraum, während das Milchaufkommen um 2,9 % gestiegen ist. Mit einem Minus von 10,2 % wurden die Ausfuhren von Butter und Butteröl deutlich eingeschränkt. In den Vorjahren hatten diese lediglich geringfügig geschwankt. Die Exporte von Magermilchpulver waren 2015 und 2016 deutlich ausgeweitet worden und sind in der ersten Jahreshälfte von 2017 wieder um 13,2 % gesunken. Ähnlich stark gingen die Lieferungen von Kasein auf den Weltmarkt zurück. Die Käseausfuhren sanken nach deutlichen Ausweitungen in den beiden Vorjahren leicht. Geringfügig mehr wurde an Vollmilchpulver exportiert, das 2014 einen Rekord von 1,43 Mio. t erreicht hatte, der 2015 und 2016 nicht wieder erreicht wurde. (ZMB)


Deutschland: Weniger Kühe geschlachtet

10.08.2017 - In Deuschland wurden die Kuhschlachtungen, die in 2016 um 6,8 % ausgeweitet worden waren, nach Angaben von destatis im ersten Halbjahr von 2017 um 5,5 % auf 600.359 Tiere verringert. Dabei wurden die Schlachtungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum im ersten Quartal um 2,1 % und im zweiten Quartal sogar um 9,2 % eingeschränkt. 2016 waren die Kuhschlachtungen im zweiten Quartal um 13,8 % umfangreicher gewesen als in Vergleichszeitraum. Hingegen bewegten sich die Kälberschlachtungen in den ersten sechs Monaten mit 164.203 Tieren auf Vorjahresniveau (-0,2 %)  (ZMB)

Polen: Milchanlieferung anhaltend über Vorjahr

06.07.2017 – In Polen war die Milchanlieferung auch im Mai 2017 expansiv. Die polnischen Molkereien erfassten mit 1,04 Mio. t Milch 3,2 % mehr Milch als im Vorjahresmonat. Damit ist der Vorsprung zur Vorjahreslinie, der im April noch 4,1 % betragen hatte, geringer geworden. Mit 4,85 Mio. t wurden in den ersten fünf Monaten von 2017 im Tagesdurchschnitt 4,0 % mehr angeliefert als im Vorjahrszeitraum. (ZMB)




Deutschland: 1,4 % weniger Milchkühe gezählt

29.06.2017 - Der Milchkuhbestand in Deutschland war am 3. Mai 2017 mit 4,214 Mio. Tieren um 1,4 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das geht aus den Viehzählungsergebnissen, die das Statische Bundesamt am 28.06.2017 veröffentlicht hat, hervor. Die Zahl der Zucht- und Nutzfärsen im Alter von mindestens zwei Jahren sank im Schnitt um 1,5 %. An Zuchtfärsen im Alter von unter zwei Jahren wurden sogar 2,0 % weniger gezählt als im Vorjahr. Hingegen wurden mehr Schlachtfärsen gezählt als vor Jahresfrist. Damit ist zunächst mit einer weiter verhaltenen Entwicklung der Milchkuhbestände zu rechnen.
In allen Bundesländern ist die Anzahl der Milchkühe gesunken, wobei die Abnahmeraten aber regional unterschiedlich waren. In Niedersachsen war der Rückgang mit einem Minus von 0,6 % am schwächsten ausgeprägt, in Thüringen mit 5,6 % am stärksten. In den neuen Bundesländern wurde der Milchkuhbestand im Schnitt um 3,8 % verringert und damit spürbar stärker als in den alten Bundesländern mit einer durchschnittlichen Abnahme um 0,8 %. Der Milchkuhbestand im Mai 2017 war der niedrigste seit fünf Jahren. Der Höchststand im letzten Jahrzehnt war im Mai 2014 mit 4,311 Mio. Tieren registriert worden.



Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung hat sich weiter fortgesetzt. Die Zahl der Milchviehhaltungen sank auf 67.319. Im Vergleich zum Mai 2016 nahm sie um 5,6 % ab. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden mehr als 10.000 Haltungen aufgegeben. Der durchschnittliche Kuhbestand je Haltung ist damit weiter gestiegen. Im Schnitt standen in jedem Stall im Mai 2017 62,6 Milchkühe. Das waren rund zehn Tiere mehr als vier Jahre zuvor. Die Entwicklung der vergangenen Jahre, dass die Zahl der Haltungen mit weniger als 100 Kühen abnimmt und die größeren mehr werden, hat weiter angehalten. Am stärksten gewachsen ist die Zahl der Herden mit mehr als 200 Kühen. Sie nahm um 3,3 % zu. In Betrieben dieser Größenordnung standen im Mai 2017 26,3 % aller Milchkühe. (ZMB)





China: 2016 mehr Milch und Sahne importiert

22.06.2017 - Die Importe Chinas von Milch und Sahne in flüssiger Form sind 2016 weiter gestiegen und haben einen Rekordwert von 634.096 Tonnen erreicht. Dies bedeutet im Vergleich zu 2014 fast eine Verdopplung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Importe um 38 % zugelegt. Vier Importeure – nämlich Deutschland, Neuseeland, Frankreich und Australien teilen mehr als achtzig Prozent des Marktes unter sich auf. Deutschland ist mit Anteil von 35 % der Mengen weiter der größte Importeur, hat allerdings im Vergleich zu den Vorjahren an Bedeutung verloren. 2015 hatte der deutsche Marktanteil einen Höchstwert von 44 % erreicht; 2016 fiel er auf 35 % zurück. Neuseelands Marktanteil stieg gleichzeitig von 17 % auf 21 %. Frankreich hat ebenfalls deutlich zugelegt und sich nach 8 % der Mengen in 2015 auf 17 % in 2016 verbessert. Australiens Bedeutung ging von 14 % in 2015 auf 11 % im vergangenen Jahr zurück. Gestiegen sind auch die Importe aus Polen und dem Vereinigten Königreich. Im insgesamt wachsenden Markt blieben ihre Marktanteile aber unverändert. (ZMB)


Niederlande: Deutlich mehr Kühe geschlachtet

15.06.2017 - Im ersten Quartal von 2017 wurden die Kuhschlachtungen in den Niederlanden nach Angaben von Eurostat deutlich ausgeweitet. Mit 166.830 Tieren wurden 46,1 % oder 52.660 mehr Kühe als in den ersten drei Monaten von 2016 geschlachtet. Das mit 69,1 % im Vorjahresvergleich deutlichste Wachstum war im März zu beobachten. Die höheren Schlachtungen dürften auf die Phosphatregulierung zurückzuführen sein. Das Wachstum des Milchaufkommens der vergangenen Jahre ist zum Stillstand gekommen, der prognostizierte Rückgang ist aber bislang noch nicht eingetreten. Im April lag die Milchanlieferung um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau. (ZMB)





Irland: Milchanlieferung im April kräftig gestiegen

 01.06.2017 - In Irland legte die Milchanlieferung im April 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat stark zu, trotz ungewöhnlich trockener Witterung auf der grünen Insel. Nachdem sich der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat im März noch auf 3,8 % belaufen hatte, wurde im April um 12,1 % auf 878.693 t Milch kräftig gesteigert. In den ersten vier Monaten von 2017 stieg die Liefermenge im Tagesdurchschnitt um 6,6 % auf 1.95 Mio. t. (ZMB)


EU: Im März mehr Milchprodukte exportiert

18.05.2017 - Die Exporte der EU von Milchprodukten sind in den ersten drei Monaten von 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gewachsen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Ausfuhren im März im Vergleich zu den beiden ersten Monaten des Jahres deutlich zulegen konnten. An Käse, Magermilchpulver und Vollmilchpulver wurden so hohe Mengen exportiert wie in keinem Monat von 2016 erreicht worden waren. Bei Käse und Magermilchpulver im März wurden sogar so hohe Mengen abgewickelt wie noch nie in einem Monat im vergangenen Jahrzehnt. Die Butterausfuhren stiegen im März wieder auf das Vorjahresniveau, nachdem sie im Januar und Februar deutlich daruntergelegen hatten. Auch an Kondensmilch und Molkenpulver wurde mehr exportiert als im Vorjahreszeitraum. Gesunken sind allerdings die Lieferungen von Milch und Sahne auf den Weltmarkt, die 2016 einen neuen Rekordstand erreicht hatten.

Auf der Importseite waren etwas größere Lieferungen von Butter, aber geringere von Käse zu beobachten als im Vorjahreszeitraum. Größter Butterlieferant war Neuseeland, gefolgt von der Ukraine. (ZMB)

Butterpreise auf Rekordniveau

11.05.2017 - Die Lage am Buttermarkt ist von einem geringen Angebot und einer Unterdeckung der Verarbeiter von Blockbutter gekennzeichnet. Die Hoffnungen der Einkäufer auf sinkende Butterpreise nach Ostern haben sich nicht erfüllt. Vielmehr sind die Preise für Sahne und Blockbutter bei einer unter den Erwartungen liegenden Milchanlieferung weiter steigend. Für Blockbutter besteht noch kurzfristiger Bedarf, der teilweise drängend ist. Die Käufer sind inzwischen zunehmend bereit, höhere Preise anzulegen. Die Notierung in Kempten ist am 10.05.2017 auf 4,60 bis 4,65 EUR/kg angehoben worden. Dies ist die höchste Preisfeststellung in den vergangenen Jahrzehnten. Anfragen liegen auch für mittelfristige und spätere Termine vor. Für spätere Lieferungen werden Aufschläge im Vergleich den kurzfristigen Geschäften gefordert. Mit längerfristigen Abschlüssen sind allerdings beide Seiten zurückhaltend, da sich die Verhandlungsbasis auf bislang ungekannten Preisniveaus bewegt. Generell ist das Kaufverhalten im Vergleich zu vergangenen Jahren, als langfristige Abschlüsse gängig wären, verändert und kurzfristiger geworden.

Nach den jüngsten Entwicklungen bei den Preisen für Blockbutter ist der Preisabstand zur abgepackten Ware wieder größer geworden. Für letztere bewegen sich die Preise weiter auf dem seit Anfang Mai erhöhten Niveau. Die Auslieferungen sind in der ersten Maiwoche aufgrund des Feiertags etwas niedriger ausgefallen. Aktuell sind außerdem die Impulse durch die Spargelsaison begrenzt, da die Ernte durch die niedrigen Temperaturen geschmälert ist. Insgesamt wird die Nachfrage von den Anbietern als gut eingeschätzt. (ZMB)


Neuseeland: Im März mehr Milch erzeugt

04.05.2017 - In Neuseeland war im März 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat ein kräftiger Zuwachs der Milcherzeugung von 9,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu beobachten. Nach der stagnierenden Entwicklung zu Jahresbeginn hat sich damit ein ungewöhnlich starker Anstieg zu Beginn des letzten Quartals des Wirtschaftsjahres eingestellt. In den ersten drei Monaten des Kalenderjahres 2017 legte die Milcherzeugung damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Tagesdurchschnitt um 3,2 % auf 6,22 Mio. t zu. In den ersten zehn Monaten des neuseeländischen Milchwirtschaftsjahres wurden mit 19,08 Mio. t Milch im Tagesdurchschnitt 1,3 % weniger erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Im April wurde wieder von witterungsbedingten Rückgängen berichtet. (ZMB)


USA: Expansion der Milcherzeugung leicht abgeschwächt

27.04.2017 - In den USA setzt sich das Wachstum der Milcherzeugung fort. Im März 2017 haben sich die expansiven Tendenzen im Vergleich zu den Vormonaten leicht abgeschwächt. Der Zuwachs ging auf 1,7 % zurück. Die Milcherzeuger produzierten im ersten Quartal von 2017 24,29 Mio. t Milch, was im Tagesdurchschnitt 2,1 % mehr war als im Vorjahreszeitraum. Der Milchkuhbestand erhöhte sich im Berichtsmonat auf 9,38 Mio. Milchkühe, womit er um 0,6 % größer war als im März 2016. Die Milchleistung stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 %. (ZMB)


Frankreich: mehr Käse ex- und importiert

13.04.2017 - Der französische Außenhandel mit Milchprodukten hat sich zu Beginn von 2017 uneinheitlich entwickelt. Preisbedingt sind die Exporte wie auch die Importe im Januar 2017 wertmäßig betrachtet höher ausgefallen als im Vorjahresmonat. So wurden im Januar 2017 Milchprodukte im Wert von 750,2 Mio. EUR exportiert, was einer Steigerung von 8,4 % entspricht. Der Wert der Importe legte gleichzeitig um 13,2 % auf 374,5 Mio. EUR zu.
Käse lag mit 53.860 t und einem Zuwachs von 5,6 % bei den Exporten weiterhin an der Spitze. Der Großteil der Ware (82,9 %) wurde nach Ländern der EU exportiert, 20 % entfielen auf Lieferungen nach Deutschland. Dabei legten die Ausfuhren in die EU um 4,3 %, die nach Deutschland um 5,3 % zu. Im Vorjahr waren die Käseausfuhren noch gesunken. Ausgeweitet werden konnten ebenfalls die Exporte von abgepackte Sahne und Vollmilchpulver. Deutliche Einschränkungen hatten die Ausfuhren von loser Milch mit 29,1 % und abgepackter Konsummilch mit 10,1 % zu verzeichnen. Auch an losem Rahm, Frischprodukten, Butter und Butterkonzentrat, Magermilchpulver, Kondensmilch, Molkenpulver, flüssiger Molke und Kasein wurde weniger exportiert. Die stärksten Rückgänge hatten dabei loser Rahm mit 56,8 % und Butterkonzentrat mit 52 % zu verzeichnen.
Die Einfuhren von Käse legten um 3,6 % auf 24.233 t zu. Aus Deutschland stammten 22,8 % der Lieferungen. Die Importe aus anderen EU-Ländern stiegen im Schnitt um 3,7 %, die aus Deutschland um 0,4 %. An Butter wurden mit 13.758 t 12,7 % mehr importiert, womit Frankreich bei Exporten von 5.487 t Nettoimporteur geblieben ist. Die Einfuhren von flüssiger Molke, die im Vorjahr um 33,4 % gesunken waren, blieben zu Jahresbeginn mit 24.040 t stabil. Dagegen gingen die Importe von abgepackter Konsummilch deutlich um 36,5 % zurück. Auch an loser Milch, abgepackter Sahne, Frischprodukten, Butterkonzentrat, Vollmilchpulver und Kondensmilch wurde weniger eingeführt, während die Einfuhren von losem Rahm, Magermilchpulver und Molkenpulver zulegten. An Kasein wurden stabile Mengen aus dem Ausland bezogen. (ZMB)


Vereinigtes Königreich: Wichtiger Markt für Milchprodukte

30.03.2017 - Am 29.03.2017 hat das Vereinigte Königreich das offizielle Gesuch für den Austritt aus der EU eingereicht. Damit beginnen die Austrittsverhandlungen. Welche Regeln nach dem Austritt für den Warenverkehr und damit auch für den Handel mit Milchprodukten gelten werden, ist bislang völlig offen. Die Möglichkeiten reichen von Freihandel bis hin zur Behandlung wie ein WTO-Mitglied.
Derzeit ist der Inselstaat ein wichtiger Nettoimporteur von Milchprodukten und steht in einem intensiven Warenaustausch innerhalb des gemeinsamen Binnenmarktes aus derzeit 28 Mitgliedsstaaten. In den meisten Produktkategorien ist das Königreich Nettoimporteur. Lediglich bei flüssiger Milch und Sahne insgesamt, Kondensmilch und Butteröl weist es einen Exportüberschuss aus. Flüssige Milch und Sahne gehen überwiegend ins benachbarte Irland. Nicht unbeträchtliche Mengen werden aber auch an Käse und Magermilchpulver in andere EU-Länder verbracht.
Mengenmäßig und vor allem in Milchäquivalenten am bedeutendsten sind die Importe von Käse, die sich 2016 auf 466.093 t belaufen haben. Bei gleichzeitigen Exporten in andere EU-Länder in Höhe von 125.567 t verblieb ein Nettoimport von über 340.000 t. Auch bei Butter, Butterstreichfett, Joghurt und Kasein ist das Vereinigte Königreich ein wichtiger Absatzmarkt für die Partnerländer. Deutschland ist ein wichtiger Lieferant von Käse und Joghurt. Von überdurchschnittlicher Bedeutung ist der englische Markt für das benachbarte Irland. (ZMB)



Niederlande: Milchanlieferung im Februar schwächer

23.03.2017 - In den Niederlanden ist die Milchanlieferung im Februar 2017 erstmals seit April 2015 wieder knapp unter das Vorjahresniveau gesunken. Mit 1,12 Mio. t wurde um den Schalttag bereinigt 0,1 % weniger Milch an die Molkereien angeliefert als im Februar 2016. Im Januar hatte sich noch ein Plus von 1,0 % eingestellt, trotz befristeter preislicher Einschnitte bei Mehranlieferungen bei einer großen Molkerei und der Diskussion um die notwendige Drosselung der Produktion aufgrund der Phosphatgesetzgebung. Inzwischen hat sich die Branche darauf geeinigt, den Milchkuhbestand auf den Stand von Juli 2015 zurückzuführen. (ZMB)


Neuseeland: 2016 weniger Vollmilchpulver, mehr Käse exportiert

16.03.2017 - Neuseeland hat seine Exporte von Milchprodukten 2016 erneut etwas umgeschichtet. Vollmilchpulver ist weiter mit Abstand der wichtigste Exportartikel der neuseeländischen Milchwirtschaft. Nachdem 2014 eine Rekordmenge von 1,42 Mio. t erreicht worden war, sind die Ausfuhren aber rückläufig. 2016 beliefen sie sich auf 1,34 Mio. t und waren damit um 2,7 % niedriger als noch 2015. Eingeschränkt wurden auch die Ausfuhren von Kasein, die im Vorjahr kräftig um mehr als ein Viertel ausgeweitet worden waren.
Die Ausfuhren der übrigen Milchprodukte wurden mehr oder weniger stark ausgedehnt. Die Käseexporte, die seit 2013 kontinuierlich steigen, erhöhten sich um 8,7 % auf 355.174 t. Sie erreichten damit einen neuen Allzeitrekord. Das zweite Jahr in Folge ausgeweitet wurden die Exporte von Magermilchpulver, die um 8 % auf 444.057 t zulegten und damit ebenfalls eine historische Höchstmarke erreichten. Die Exporte von Butter und Butteröl haben hingegen in den letzten drei Jahren weitgehend stagniert. Sie nahmen nach einem leichten Rückgang in 2015 geringfügig um 0,5 % zu, erreichten aber die Spitzenmengen von 2014 noch nicht wieder. Einen Zuwachs von 10 % konnte Laktose zu verzeichnen, ist aber mit einem Exportvolumen von 25.941 t vergleichsweise unbedeutend. (ZMB)


Australien: Milcherzeugung unter Vorjahreslinie

09.03.2017 - In Australien bewegte sich die Milcherzeugung auch im Januar 2017 unter der Vorjahreslinie. Der Rückstand betrug 5,9 % bei einer Erzeugung von 777.032 t und war wieder etwas deutlicher als noch im Dezember 2016 (-4,1 %). In den ersten acht Monaten des australischen Milchwirtschaftsjahres wurden mit 5,92 Mio. t Milch 8,2 % weniger erzeugt als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)


EU: 2016 mehr Milchprodukte exportiert – allerdings weniger Milchpulver

23.02.2017 - Die EU hat ihre Exporte von Milchprodukten 2016 leicht steigern können. Umgerechnet in Milchäquivalente ergibt sich ohne die Berücksichtigung von Kasein eine leichte Zunahme um rund 0,1 Mio. t. In den einzelnen Produktgruppen waren allerdings uneinheitliche Entwicklungen festzustellen. Während die Ausfuhren von Käse und flüssiger Milch neue Rekorde erreichten, mussten bei Milchpulver und Kondensmilch Einbußen hingenommen werden.
An Käse wurden 800.000 t exportiert und damit mehr als je zuvor, obwohl nach Russland, den traditionell größten Absatzmarkt, seit August 2014 kaum noch Lieferungen möglich sind. Die größten Abnehmer waren 2016 die USA, befolgt von Japan und der Schweiz. In Japan konnten die größten Steigerungen von mehr als 10.000 t im Vergleich zum Vorjahr generiert werden. Die Butterexporte stiegen auf 218.000 t und waren damit die höchsten seit 2007. Die Ausfuhren von flüssigen Milchprodukten nach Drittländern übertrafen erstmals die Marke von 1 Mio. t und erreichten damit ebenfalls einen neuen Rekord. Die Exporte von Magermilchpulver lagen mit 574.000 t zwar weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Sie schrumpften aber im Vergleich zum Vorjahr um 118.000 t, was zur Entstehung der hohen Interventionsbestände mit beigetragen hat. Bei Vollmilchpulver war ein moderater Rückgang der Lieferungen auf den Weltmarkt um 20.000 t festzustellen. Gesunken sind auch die Ausfuhren von Kondensmilch. Weiter zugelegt haben hingegen die Exporte von Molkenpulver, die sich auf 553.000 t beliefen.


Die Importe an Milchprodukten aus Drittländern belaufen sich auf 1 % des Marktvolumens in der EU. Mengenmäßig betrachtet sind die Einfuhren von Käse am umfangreichsten. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10.000 t auf 71.0000 t an. Hauptlieferant ist die Schweiz. Die Lieferungen aus Neuseeland haben sich auf 12.400 t mehr als verdoppelt. Die Buttereinfuhren sind hingegen auf 23.000 t und damit einen historischen Tiefstwert gesunken. An Kasein wurden im Vergleich zu den Vorjahren stabile Mengen eingeführt. (ZMB)

EU: Milchanlieferung 2016 um 0,2 % gestiegen

16.02.2017 - Die Milchanlieferung in der EU ist 2016 im Tagesdurchschnitt um 0,2 % gestiegen, wobei das erste Halbjahr von Steigerungen und das zweite Halbjahr von Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet war.
Im Dezember 2016 hat sich der Rückstand gegenüber der Vorjahreslinie auf 3,2 % verringert, nachdem er im November mit einem Minus von 3,8 % seine stärkste Ausprägung im Jahresverlauf erreicht hatte. (ZMB)


Deutschland: Kuhschlachtungen um 6,8 % gestiegen/font>

09.02.2017 - In Deutschland wurden in 2016 nach Angaben von destatis 1,31 Mio. Kühe geschlachtet, womit die Vorjahresmenge um 6,8 % überschritten wurde. In allen Monaten außer Januar und Oktober gingen mehr Tiere zur Schlachtung als im jeweiligen Vorjahresmonat. Der deutlichste Anstieg war im April und im August mit 16,4 % bzw. 16,2 % zu beobachten. In den beiden letzten Monaten von 2016 legten die Kuhschlachtung nicht mehr so stark zu wie im Frühjahr. Im Dezember belief sich die Steigerung auf 4,1 %. (ZMB)


Neuseeland: Mehr Kühe, weniger Milch


02.02.2017 - Die Milcherzeugung in Neuseeland war 2016 mit 21,17 Mio. t im Tagesdurchschnitt um 2,0 % niedriger als im Vorjahr. Dies war der zweite Rückgang in einem Kalenderjahr in Folge. 2014 hat die Milchmenge ihren bisherigen Höchststand von 21,84 Mio. t erreicht.
Im Dezember 2016 wurde das Vorjahresniveau um 2,7 % unterschritten. Im Oktober 2016 war der Rückstand mit 5,5 % am stärksten ausgeprägt gewesen.
Der Rückgang des Milchaufkommens 2016 dürfte vor allem auf die ungünstige Witterung zurückzuführen sein. Nachdem es im November vor allem auf der Nordinsel zu nass war, nehmen inzwischen die Anzeichen von Trockenheit ebenfalls vor allem auf der Nordinsel zu. Der Kuhbestand ist indessen wieder gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes wurden am 30. Juni 2016 5,122 Mio. Milchkühe gezählt und damit 1,3 % mehr als ein Jahr zuvor. 2015 war der Milchkuhbestand ausgehend von einem Höchststand von 5,176 Mio. Tieren im Juni 2014 gesunken. (ZMB)


USA: Milcherzeugung 2016 mit neuem Rekord


25.01.2017 - In den USA legte die Milcherzeugung in 2016 gegenüber dem Vorjahr im Tagesdurchschnitt um 1,6 % auf 96,4 Mio. t zu. Sie hat damit einen neuen Allzeitrekord erreicht. Die Milchmenge ist in den USA seit Beginn des Jahrtausends nahezu kontinuierlich gestiegen. Lediglich 2001 und 2009 kam es zu leichten Rückgängen. Für 2017 prognostiziert das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) weiteres Wachstum.
Im Dezember 2016 war der Zuwachs mit 2,2 % höher als im Jahresdurchschnitt, aber wieder etwas weniger deutlich als im November (+2,6 %). Der Bestand an Milchkühen belief sich im Dezember auf 9,36 Mio. Tiere und war damit um 0,4 % höher als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Milchleistung summierte sich 2016 auf 10.328 kg. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %.

In den 23 milchreichsten Staaten war der Zuwachs beim Milchaufkommen im Dezember mit 2,4 % etwas deutlicher als in den USA insgesamt. Hier ergab sich im Tagesdurchschnitt für 2016 ein Wachstum von 1,7 %. In Kalifornien, dem Staat mit der höchsten Milchmenge, wurden im Dezember 0,5 % mehr Milch erzeugt als im Vorjahresmonat. Dort war die Produktion von Dezember 2014 bis September 2016 dürrebedingt kontinuierlich geschrumpft. 2016 wurden in Kalifornien im Tagesdurchschnitt 1,3 % weniger erzeugt als im Vorjahr. Nach vierjähriger Dürre haben sich die Wasservorräte in den vergangenen Wochen und Monaten bei hohen Niederschlägen in Form von Regen und Schnee wieder gefüllt. In Idaho, New York und Wisconsin wurde im Dezember erneut mehr Milch erzeugt. Damit beliefen sich die Zuwächse in 2016 im Vergleich zu 2015 im Tagesdurchschnitt auf 3,5 %, 4,4 % bzw. 3,5 %. (ZMB)


Niederlande: Milchanlieferung erreicht 2016 Allzeitrekord

19.01.2017 - In den Niederlanden hat die Milchanlieferung 2016 einen neuen historischen Höchstwert von 14,3 Mio. t erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr war eine Steigerung um 1 Mio. t bzw. um 7,2 % im Tagesdurchschnitt festzustellen. 2015 war die Anlieferung um 0,86 Mio. t gestiegen. Der Wachstumskurs kann in den kommenden Jahren nicht weiter fortgesetzt werden, da in den Niederlanden die Phosphatproduktion auf den Stand von Mitte 2015 zurückgeführt werden muss. Voraussichtlich wird die Milcherzeugung im Lauf von 2017 eingeschränkt werden müssen. Im Dezember 2016 bewegte sich die Milchanlieferung nach Angaben von Zuivel NL, wie bereits im November, auf dem Vorjahresniveau. (ZMB)



Deutschland: Mehr Biomilch verarbeitet

05.01.2017 - In den ersten zehn Monaten von 2016 ist die Anlieferung von Biomilch in Deutschland um 8,4 % gestiegen. Die zusätzlichen Mengen wurden vor allem zu Trinkmilch und Käse verarbeitet, soweit Daten nach der Melde-VO Milch vorliegen. Die Herstellung von Bio-Konsummilch wuchs um 12,5 %. Die Produktion von Bio-Käse legte um 8,4 % zu. Eingeschränkt wurde dagegen die Erzeugung von Bio-Butter, die seit Jahresbeginn um 4,9 % geschrumpft ist. (ZMB)




Jahresrückblick 2016

21.12.2016 - 2016 war am Milchmarkt ein Jahr mit Höhen und Tiefen, wobei im Jahresdurchschnitt die Tiefen stärkere Auswirkungen haben. Es kam zu starken Schwankungen bei Angebot wie auch bei den Preisen. Das erste Halbjahr war gekennzeichnet von einem Überangebot, Preisdruck und Bestandsaufbau. Um die Jahresmitte setzte nach Einschränkungen der Milchanlieferung eine starke Preiserholung ein. (ZMB)

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Irland: Milchanlieferung weiter leicht unter Vorjahr

08.12.2016 - In Irland bewegt sich die Milchanlieferung im Oktober 2016 den zweiten Monat in Folge unter der Vorjahreslinie, nachdem sie seit Jahresbeginn zunächst überwiegend expansiv gewesen war. Angeliefert wurden an die irischen Molkereien 528.493 t Milch und damit 4,3 % weniger als Vorjahresmonat. Im September hatte der Rückstand bei 3,6 % gelegen. Mit 6,36 Mio. t Milch wurden in den ersten zehn Monaten von 2016 im Tagesdurchschnitt 4,9 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)


Deutschland: Milcherzeugerpreise steigend

17.11.2016 - Die Milcherzeugerpreise in Deutschland haben im Juni 2016 ihren Tiefpunkt durchschritten und steigen seitdem wieder an. Für September 2016 ermittelte die BLE auf Basis der Meldeverordnung Milch einen durchschnittlichen Ab-Hof-Preis von 25,70 EUR /100 kg für konventionelle Kuhmilch mit standardisierten Inhaltsstoffen (4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß). Der Rückstand zum Vorjahresniveau hat sich damit auf 6,7 % verringert und war der kleinste seit Jahresbeginn. Für Oktober und November zeichnen sich weitere Preisanhebungen ab. (ZMB)


Irland: Milchanlieferung unter Vorjahresniveau

03.11.2016 - Die Milchanlieferung bewegte sich in Irland im September 2016 erstmals seit April wieder unter der Vorjahreslinie. Mit 600.696 t sank die Milchmenge um 3,5 % unter das Vorjahresniveau. Damit lag das Milchaufkommen unter den Erwartungen, zumal der Milchkuhbestand im Juni mit 1,398 Mio. Milchkühen um 7,9 % höher gewesen war als zum Vorjahreszeitpunkt. Insgesamt belief sich die Anlieferung in den ersten neun Monaten von 2016 auf 5,83 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 5,8 % umfangreicher als im gleichen Zeitraum von 2015.




EU: Exporte von Milchprodukten unterschiedlich entwickelt

29.10.2016 - Die Ausfuhren von Milchprodukten der EU haben sich auch zuletzt weiter unterschiedlich entwickelt. In den ersten acht Monaten von 2016 sind die Exporte von Butter, Käse, abgepackter Milch und Sahne sowie Molkenpulver gestiegen, während bei Magermilchpulver und Kondensmilch Einbußen hingenommen werden mussten. An Vollmilchpulver wurden bislang stabile Mengen exportiert. Im August hat sich Rückgang bei den Magermilchpulverexporten verstärkt, während die Butter- und Käseausfuhren wieder zugenommen haben. (ZMB)


Schweiz: Käseausfuhren wieder umfangreicher als Importe

29.09.2016 - Nachdem die Käseexporte der Schweiz im Zeitraum Mai bis Juli niedriger gewesen waren als die Importe, fielen sie im August wieder umfangreicher aus. Gleichzeitig bewegten sie sich wieder über dem Vorjahresniveau. Dagegen waren die Käseimporte seit Februar umfangreicher als im jeweiligen Vorjahresmonat.


Insgesamt waren die Käseausfuhren der Schweiz in den ersten acht Monaten von 2016 in etwa so groß wie im Vorjahreszeitraum. Wichtigster Abnehmer war Deutschland mit einem Anteil von 44,8 % an den Gesamtexporten und annähernd stabilen Liefermengen. An zweiter Stelle stand Italien, das einen Rückgang der Käseeinfuhren aus der Schweiz von 5,9 % zu verzeichnen hatte. Dagegen legten die Ausfuhren der Schweiz nach Frankreich um 14,8 % zu. Die Exporte in die Länder Europas legten um 1,0 % zu, während nach anderen Ländern 3,7 % weniger geliefert wurden.
Die Käseimporte, die nahezu komplett aus den Ländern der EU kamen, legten in 2016 bisher insgesamt um 5,9 % zu. Wichtigster Lieferant war Italien, das einen Zuwachs von 3,3 % zu verzeichnen hatte, gefolgt von Frankreich (+4,1 %) und Deutschland (+8,7 %). (ZMB)


Brasilien: Rückgang der Milchanlieferung verstärkt

22.09.2016 - In Brasilien bewegte sich die Milchanlieferung im ersten Halbjahr von 2016 stark unter der Vorjahreslinie. Bereits 2015 waren Rückgänge zu beobachten gewesen. Im Juni 2016 betrug der Rückstand zum Vorjahresmonat bei einer Anlieferung von 1,76 Mio. t 10,3 % und war damit der größte in diesem Jahr. In den ersten sechs Monaten von 2016 belief sich die Anlieferung auf 11,36 Mio. t. Damit ergibt sich im Tagesdurchschnitt ein Rückgang von 6,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (ZMB)


EU: Milchanlieferung im Juli weiter unter Vorjahr

08.09.2016 - In der EU-28 hat sich die rückläufige Tendenz bei der Milchanlieferung im Juli 2016 weiter fortgesetzt. Nach noch vorläufigen Angaben wurde das Vorjahresniveau im Schnitt um 1,3 % unterschritten. Im Juni belief sich die Abnahme im Vergleich zum Vorjahresmonat nach letztem Datenstand auf 1,6 %. Die Abnahme hat sich im Juli in Frankreich auf Basis der Wochendaten im Vergleich zum Juni deutlich verringert, wobei es in Frankreich erfahrungsgemäß noch zu größeren Revisionen kommen kann. Insgesamt ist das Milchaufkommen in verschiedenen Ländern niedriger als im Vorfeld erwartet. (ZMB)


Deutschland: Mehr Magermilchpulver produziert

11.08.2016 - Die Milchanlieferung erreichte in Deutschland in den ersten sechs Monaten von 2016 nach Angaben der BLE einen Umfang von 16,26 Mio. t und war damit im Tagesdurchschnitt um 2,0 % umfangreicher als im Vorjahreszeitraum. Die Käseerzeugung stieg im europäischen Vergleich deutlich unterdurchschnittlich um lediglich 0,5 % auf 1,18 Mio. t. Dabei wurde die Erzeugung von Hart-, Weich-, Pasta Filata Käse, Sauermilch-, Koch- und Molkenkäse sowie Schmelzkäse ausgeweitet, während an Schnittkäse, Halbfestem Schnittkäse und Frischkäse weniger produziert wurde. Den stärksten Zuwachs im Käsesortiment hatte erneut Pasta Filata Käse mit 7,1 % zu verzeichnen. Deutlicher als in 2015 wurde die Herstellung von Butter und Mischfetten ausgeweitet. Dabei legte die Buttererzeugung um 5,7 % zu, während 23,0 % mehr Mischfette produziert wurde. Auch die Herstellung von Produkten des weißen Sortiments wurde überwiegend ausgeweitet. Einzige Ausnahme waren die Buttermilcherzeugnisse, die einen Rückgang von 3,2 % zu verzeichnen hatten.
Weniger einheitlich entwickelte sich die Herstellung von Kondensmilch und Trockenmilcherzeugnissen. Während die Produktion von Magermilchpulver mit einem Zuwachs von 18,7 % noch deutlicher stieg als im Vorjahr (+14,3 %), wurde an Kondensmilch 21,4 % weniger erzeugt. Ebenfalls rückläufig war die Produktion von Molkenpulver und von sonstigem Milchpulver. Zugelegt hat hingegen die Herstellung von Vollmilch- und Buttermilchpulver. (ZMB)




EU: Milchanlieferung im Juni erstmals unter Vorjahr

04.08.2016 - Die Milcherzeuger in der EU reagieren -zumindest überwiegend- auf die gesunkenen Milchpreise. Im Juni 2016 hat die Milchanlieferung in der EU insgesamt erstmals seit Beginn der quotenfreien Zeit das Vorjahresniveau unterschritten. Im Schnitt der 28 EU-Länder wurden schätzungsweise 1,0 % weniger Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. Bereits seit April 2016 haben die expansiven Tendenzen spürbar nachgelassen. Das Anlieferungsverhalten ist allerdings je nach Land unterschiedlich. Irland und die Niederländer bewegen sich weiter deutlich über dem Vorjahresniveau. In Deutschland, Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Belgien und weiten Teilen des Baltikums lag das Milchaufkommen im Juni 2016 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im 1. Quartal von 2016 hatte die Milchmenge die Vorjahreslinie im Schnitt um 5,7 % übertroffen, im 2. Quartal noch um lediglich 0,6 %. Im ersten Halbjahr von 2016 wurden im Tagesdurchschnitt 3,0 % mehr Milch erfasst als im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Polen: Milchanlieferung unter Vorjahreslinie

28.07.2016 - In Polen ist die Milchanlieferung im Juni erstmals seit Oktober 2015 unter das Vorjahresniveau gesunken. Damit hat die Milchspitze bereits im Mai stattgefunden – und nicht wie in Polen üblich im Juni. Mit 955.325 t wurden 1,7 % weniger Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahresmonat. Die polnischen Molkereien erfassten im ersten Halbjahr von 2016 5,68 Mio. t Milch. Das waren im Tagesdurchschnitt 5,1 % mehr im Vorjahreszeitraum. (ZMB)



Deutschland: Milcherzeugerpreise weiter gesunken

21.07.2016 - Der Rückgang der Milcherzeugerpreise in Deutschland hat sich den Erhebungen der BLE im Rahmen der Melde-Verordnung Milch im Mai 2016 weiter fortgesetzt. Ermittelt wurde für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß ab Hof ohne Mehrwertsteuer ein Bundesdurchschnitt von 23,08 EUR/100 kg. Für Milch mit tatsächlichen Inhaltsstoffen ergab sich im Durchschnitt aller Bundesländer ein Preis von 23,21 EUR/100 kg. Dies war der niedrigste Wert seit August 2009. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für biologisch erzeugte Kuhmilch mit standardisierten Inhaltsstoffen lag im Mai 2016 bei 47,29 EUR/100 kg und damit mehr als doppelt so hoch wie die Preis für konventionelle Milch. Der Preisabstand hat einen Rekord von 24,2 EUR/100 kg erreicht. Allerdings gaben auch die Preise für ökologisch erzeugte Milch im Vergleich zum Vormonat nach. (ZMB)



EU: Mehr Milchkühe geschlachtet

13.07.2016 – In der EU sind in den ersten vier Monaten von 2016 mehr Milchkühe geschlachtet worden als in den Vorjahren um die gleiche Zeit. Von Januar bis April wurden in der EU-28 2,5 Mio. Milchkühe geschlachtet. Das waren rund 135.000 Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Januar hatten die Schlachtzahlen noch unter dem Vorjahresniveau gelegen, um anschließend zuzunehmen. Im April 2016 war der Anstieg mit einem Plus von 12,5 % bzw. 69.000 Tieren am stärksten ausgeprägt. In den Vorjahren waren zu Jahresbeginn keine größeren Schwankungen der Kuhschlachtungen zu beobachten gewesen.
In den meisten EU-Ländern sind mehr Kühe geschlachtet worden als im Vorjahreszeitraum. Ausnahmen stellen Griechenland, Irland, Italien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Schweden dar. Besonders hoch waren die Zuwächse in Bulgarien und Rumänien. Unter den westlichen Ländern waren die Steigerungen in Dänemark, Spanien und Portugal im zweistelligen Prozentbereich. In den Niederlanden haben die Schlachtungen im April 2016 besonders deutlich zugenommen. Auch in Deutschland war die Zunahme im April stärker ausgeprägt als zuvor. (ZMB)

EU: Milchaufkommen weniger expansiv

06.07.2016 – Die expansiven Tendenzen beim Milchaufkommen in der EU haben sich im Mai 2016 weiter abgeschwächt. Im Schnitt wurde das Vorjahresniveau noch um 1,1 % übertroffen. Dies war die niedrigste Steigerungsrate im bisherigen Jahresverlauf. In den ersten fünf Monaten sind im Schnitt 3,9 % mehr angeliefert worden als im Vorjahreszeitraum.
Inzwischen ist in der EU kein flächendeckendes Wachstum mehr zu beobachten. In mehreren Ländern haben sich rückläufige Tendenzen eingestellt. Besonders ausgeprägt war die Abnahme im Mai im Vereinigten Königreich um 4,8 %. Auch in Frankreich, Dänemark und Spanien wurde weniger Milch erfasst als im Vorjahr um die gleiche Zeit. Das größte Wachstum war in den Niederlanden mit einem Plus von 8,3 % zu beobachten. (ZMB)


Viehzählung Mai 2016: Strukturwandel im üblichen Rahmen

30.06.2016 - Die Zahl der Milchkuhhaltungen belief sich nach Angaben von destatis im Mai 2016 auf 71.302. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt waren das 3.460 bzw. 4,6 % weniger. Trotz der niedrigen Milchpreise bewegte sich die Zahl der Aufgaben damit im Vergleich mit den vergangenen Jahren im üblichen Rahmen. Nur 2014 und 2015 hatten sich weniger Betriebe von der Milchviehhaltung getrennt als üblich. (ZMB)


Vereinigtes Königreich: Bedeutender Nettoimporteur von Butter und Käse

23.06.2016 - Am 23.06.2016 findet im Vereinigten Königreich die Volksabstimmung über den „Brexit“, den Austritt des Landes aus der EU, statt. Gemessen an der Bevölkerung handelt es sich mit 64,875 Mio. Einwohnern um den drittgrößten Mitgliedstaat nach Deutschland und Frankreich. 12,8 % aller EU-Bürger leben in dem Inselstaat. Mit 15,3 Mio. t entfielen 2015 zehn Prozent der Milchanlieferung in der EU auf das Vereinigte Königreich. Diese Menge reichte zur Selbstversorgung nicht aus. Neben Italien ist Großbritannien der größte Nettoimporteur von Milchprodukten unter den EU-Ländern.



Die Milchanlieferung im Vereinigten Königreich war mehrere Jahre in Folge gesunken und erreichte 2009 einen Tiefststand von 13,4 Mio. t. In den Folgejahren nahm das Milchaufkommen wieder zu und stieg bis 2015 auf 15,3 Mio. t. Aktuell bewegt sich die Anlieferung wieder unter dem Vorjahresniveau.
Der Trinkmilchmarkt in Großbritannien ist der größte unter allen EU-Ländern. Fast die Hälfte des Milchaufkommens wird zu Konsummilch verarbeitet. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung in vielen anderen Ländern ist der Markt in den vergangenen Jahren noch weiter gewachsen – mit Ausnahme von 2015, als ein Rückgang der Produktion festzustellen war. Die Expansion des Marktes dürfte mit der wachsenden Bevölkerung zusammenhängen. In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl um etwa fünf Millionen gestiegen. Die Produktionsmengen von Sahne und Joghurt steigen kontinuierlich an, so dass insgesamt mehr als die Hälfte des Milchaufkommens in das weiße Sortiment wandert.
Die Produktion von Milchpulver ist zu Beginn des laufenden Jahrzehnts auf einen Tiefststand gesunken und anschließend wieder gestiegen. Die Butterproduktion unterlang geringeren Schwankungen, steigt aber aktuell an.
Am stärksten gewachsen ist in den vergangenen Jahren der Käsemarkt, wobei die Importe stärker zugelegt haben als die eigene Erzeugung. 2015 beliefen sich die Nettokäseimporte auf 332.000 t. 14 % der Käseimporte entfielen auf Deutschland. Die größten Lieferanten waren Irland und Frankreich. (ZMB)

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